Analyse von 'Herr Null' und der Einfluss der Mathematik

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Herr Null von M. Isabel Molina

Biographie und historischer Kontext

M. Isabel Molina wurde in Madrid geboren. Sie ist Perito Mercantil und Schriftstellerin. Sie hat Geschichten in Kinderzeitschriften veröffentlicht und wirkte in einigen TV-Shows mit. Sie gewann 1962 den zweiten Preis des Doncel-Wettbewerbs. 1969 erhielt sie für Die Ballade vom kastilischen Doncel den Romanpreis; das Werk wurde 1973 im Wettbewerb der Provinz Trient ausgezeichnet und 1974 auf die IBBY-Ehrenliste gesetzt. Die Ruinen von Numancia erhielt 1966 den CCEI-Preis. Ihr Jugendroman Das Geheimnis des verschwundenen Menschen erhielt 1985 den zweiten Preis beim AMADE-Wettbewerb „Steam Boat“. Herr Null wurde 1997 mit dem CCEI-Preis ausgezeichnet. Die Handlung spielt in der zweiten Hälfte des 10. Jahrhunderts, zur Zeit der arabischen Herrschaft in Spanien.

Fragen zum Werk

  • Wie sind die Abenteuer von Sidi Sifra?
  • Wie könnten diese Abenteuer enden?

Ein mozarabisches Kind war in der Schule das klügste. Ein arabischer Junge beneidete ihn und erzählte dem Kalifen, dass Joseph Muhammad und Allah gelästert habe. Deshalb musste Joseph mit seinen Gefährten nach Norden fliehen. Die Geschichte endet damit, dass Joseph Emma heiratet, eine Gläubige in den katalanischen Grafschaften.

Glossar

  • Erzdiözese: Das Gebiet, das zu einem Erzbischof gehört.
  • Blasphemie: Ein gegen Gott gerichteter, schädlicher Ausdruck.
  • Gugel: Eine klösterliche Kapuzenkleidung.
  • Grau: Haar oder Bart von grauer Farbe.
  • Harem: Ein Ort, an dem Frauen leben.
  • Ismaeliten: Nachkommen von Ismael, dem Sohn Abrahams.
  • Mozaraber: Ein Christ, der in muslimischem Gebiet lebte.
  • Protokoll: Leitlinien für bestimmte Handlungen.
  • Fleece: Eine alte spanische Kupfermünze.
  • Salaam: Ein Zeichen der Unterwerfung.
  • Sitz: Ein Platz, der bei Festveranstaltungen für bestimmte Persönlichkeiten reserviert ist.

Kulturvergleich

Muslime tragen Turbane und offene Roben, während Christen Hosen und weite Hemden tragen. Sie essen kein Schweinefleisch, was Christen tun, und sie glauben an Gott und Jesus Christus, während sie Frauen nicht verunglimpfen, wie es Christen teilweise taten.

Über Muhammad

Muhammad (Mekka, ca. 570 – Medina, 8. Juni 632) war der Prophet des Islam. Sein Name auf Arabisch ist Abu l-Qasim Muhammad ibn 'Abd Allah al-Hashimi al-Qurashi.

Im Islam gilt Muhammad als das „Siegel der Propheten“, der letzte in einer langen Kette von Boten Gottes, um die Botschaft zu aktualisieren, die im Wesentlichen die gleiche ist wie bei seinen Vorgängern, darunter Ibrahim (Abraham), Isa (Jesus) und Musa (Moses).

Kritische Anmerkungen

Das Buch regt zum Nachdenken über den freien Willen an, an Gott zu glauben. Bezüglich des Inhalts wird kritisiert, dass die Darstellung der maurischen Herrschaft die muslimische Religion nicht ausreichend respektiert.

Mathematik im Buch

Es gibt drei Bezüge zur Mathematik:

  • Seite 78: Die Null wird als Platzhalter für das Fehlen einer Einheit verwendet.
  • Seite 12: Ein mathematisches Problem.
  • Seite 10: Ein weiteres mathematisches Problem.

Römische Ziffern und das Positionssystem

Beispiele: 9 (IX), 2009 (MMIX), 1999 (MIM), 3606 (MMMDCVI). Das Positionssystem ist deutlich einfacher.

Fibonacci und der Liber Abaci

Leonardo von Pisa (Fibonacci) veröffentlichte 1202 den Liber Abaci (Buch der Berechnungen). Er empfahl darin die indo-arabischen Zahlen (einschließlich der Null). Das Buch enthält zahlreiche Praxisprobleme, darunter das berühmte Kaninchen-Problem, das zur Fibonacci-Folge führt: 1, 1, 2, 3, 5, 8, 13, 21, 34, 55, 89, 144, 233.

Eigenschaften der Fibonacci-Folge

  • Zwei aufeinanderfolgende Begriffe sind teilerfremd.
  • Das Verhältnis aufeinanderfolgender Begriffe nähert sich dem Goldenen Schnitt (ca. 1,61803).
  • Der Goldene Schnitt findet sich in vielen Naturphänomenen, wie den Spiralen von Sonnenblumen.

Über Leonardo von Pisa

Leonardo (ca. 1170–1250) war ein italienischer Mathematiker, der das arabische Zahlensystem in Europa verbreitete. Sein Vater, Guglielmo Bonacci, leitete einen Handelsposten in Nordafrika, wo Leonardo das arabische System erlernte. Er reiste durch den Mittelmeerraum, um von arabischen Mathematikern zu lernen, und beeinflusste mit seinem Werk das europäische mathematische Denken maßgeblich.

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