Analyse von Lipiden: Verseifung, Färbung und Löslichkeit

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Anerkennung von Lipiden

Materialien

  • Reagenzgläser
  • Reagenzglasständer
  • Glasstäbe
  • Feuerzeug
  • Becherglas
  • Pipetten
  • Natriumhydroxid (NaOH) 20%
  • Sudan-III-Lösung
  • Rote Tinte
  • Ether, Chloroform oder Aceton
  • Olivenöl

Verseifungszahl

Grundlagen

Erhitztes Fett reagiert mit Natrium- oder Kaliumhydroxid und zersetzt sich in seine Bestandteile: Glycerin und Fettsäuren. Diese Ionen bilden in Kombination mit dem Hydroxid Seifen, also Natrium- oder Kaliumsalze der Fettsäuren. Bei Lebewesen erfolgt die Hydrolyse der Triglyceride durch Enzyme (Lipasen), die ebenfalls Fettsäuren und Glycerin freisetzen.

Durchführung

  • Geben Sie 2 ml Öl und 2 ml NaOH (20%) in ein Reagenzglas.
  • Kräftig schütteln und das Röhrchen für 20 bis 30 Minuten in ein Wasserbad stellen.
  • Beobachtung: Es bilden sich drei Phasen: eine klare untere Phase mit der restlichen Sodalösung und dem gebildeten Glycerin, eine halbfeste Zwischenschicht aus Seife und eine obere Schicht aus unverändertem Öl.

Färbung

Grundlagen

Lipide lassen sich selektiv mit dem fettlöslichen, orange-roten Farbstoff Sudan III anfärben.

Durchführung

  • Stellen Sie zwei Reagenzgläser mit jeweils 2 ml Öl in einen Ständer.
  • Geben Sie in das erste Röhrchen 4-5 Tropfen der alkoholischen Sudan-III-Lösung.
  • Geben Sie in das zweite Röhrchen 4-5 Tropfen rote Tinte.
  • Schütteln Sie beide Röhrchen und lassen Sie sie ruhen.
  • Ergebnis: Im Röhrchen mit Sudan III färbt sich das Öl intensiv rot, während die Tinte im zweiten Röhrchen zu Boden sinkt und das Öl ungefärbt bleibt.

Löslichkeit

Grundlagen

Lipide sind in Wasser unlöslich. Durch starkes Schütteln entsteht eine milchige, instabile Emulsion, die sich bei Ruhe wieder trennt, da Fett eine geringere Dichte als Wasser hat. In organischen Lösungsmitteln wie Ether, Chloroform, Aceton oder Benzol sind Fette hingegen gut löslich.

Durchführung

  • Geben Sie jeweils 2 ml Öl in zwei Reagenzgläser.
  • Geben Sie in das erste Röhrchen 2 ml Wasser und in das zweite 2 ml Ether (oder ein anderes organisches Lösungsmittel).
  • Schütteln Sie beide Röhrchen kräftig und lassen Sie sie ruhen.
  • Ergebnis: Im Ether löst sich das Öl vollständig auf. Im Wasser bildet sich eine Emulsion, und das Öl steigt aufgrund seiner geringeren Dichte an die Oberfläche.

Fragen

  1. Was sind Seifen?
  2. Wie stellt man Seife her?
  3. Warum befindet sich das Glycerin nach der Verseifung in der wässrigen Phase?
  4. Welches Enzym ist im Verdauungssystem für die Hydrolyse von Fetten verantwortlich?
  5. Beschreiben und erklären Sie die Unterschiede zwischen dem Sudan-III-Öl-Gemisch und dem Öl-Tinten-Gemisch.
  6. Was passiert mit der Wasser-Öl-Emulsion nach einiger Zeit der Ruhe? Was geschieht bei der Mischung aus Benzol und Öl? Warum gibt es Unterschiede zwischen diesen Emulsionen?

Ergebnisse

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