Analyse der Rede von Jens Stoltenberg nach den Anschlägen

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Analyse der Rede von Jens Stoltenberg

Am Abend des 2. August 2011, rund vier Wochen nach den Anschlägen in Oslo, trat der norwegische Ministerpräsident Jens Stoltenberg bei einer nationalen Gedenkveranstaltung auf und hielt eine Rede an die norwegische Nation, die live von allen TV-Stationen des Landes übertragen wurde. Mit dieser Rede legte Stoltenberg den rhetorischen Grundstein gegen zukünftige terroristische Anschläge.

In seiner etwa viereinhalbminütigen Ansprache appelliert Stoltenberg an den Zusammenhalt des norwegischen Volkes bei solchen schrecklichen Ereignissen und an die gegenseitige Unterstützung. Dabei stellt er drei klar definierte Aufgaben. In der Rede werden rhetorische Stilmittel (z. B. Anaphern) und Motive (z. B. Geburtstage, Weihnachten) geschickt eingesetzt, um die Mitbürger zu trösten und zu beruhigen, aber auch um sie zum Zusammenhalt aufzufordern.

Zielsetzung der Analyse

Im Folgenden werde ich diese Rede eingehender analysieren und dabei die Gedankenführung sowie die Argumentationsstruktur Stoltenbergs darlegen. Dabei werde ich ein besonderes Augenmerk auf die Sprache, die Wortwahl und die benutzten rhetorischen Stilmittel legen, um aufzuzeigen, wie das norwegische Volk nach den Anschlägen reagieren und handeln sollte.

Struktur und Argumentation

Nach der Begrüßung fordert der Präsident sein Volk auf, weiterhin zusammenzuhalten und sich gegenseitig zu unterstützen. Dabei benutzt er das Personalpronomen „wir“ während der gesamten Rede, womit er sich selbst miteinschließt. Er teilt die Gefühle des Volkes, identifiziert sich mit ihm und drückt seine Betroffenheit aus. Wenn Stoltenberg über Hoffnung und Hilfe spricht, benutzt er häufig die Wörter „zusammen“ und „gemeinsam“. Dabei richtet er den Blick auf die Zukunft.

Er fordert das norwegische Volk auf zu handeln und stellt ihnen drei klar definierte Aufgaben:

  • Erste Aufgabe: Jede Person kann helfen. Er macht konkrete Vorschläge, was die Bürger tun können, z. B. spazieren gehen.
  • Zweite Aufgabe: (Inhaltliche Ergänzung erforderlich)
  • Dritte Aufgabe: Sicherheit erzeugen.

Diese Aufgaben werden am Ende der Rede genannt. Er weist darauf hin, dass die Maßnahmen, die er beschreibt, die Lösung sind, damit nie wieder ein schreckliches Attentat gegen das norwegische Volk verübt wird. Die These wird ebenfalls am Ende gestellt: Man muss in die Zukunft blicken, und wenn sie diese drei Aufgaben gemeinsam erledigen, können sie sich schützen, da sie gemeinsam ein starkes Volk sind.

Verwendete rhetorische Argumentationsmuster

  • Argumentum ad baculum: Eine Begründung, die sich auf Befürchtungen stützt und vom Leser vermutet wird.
  • Argumentum ad misericordiam: Eine Begründung, die sich auf Mitleid oder ähnliche Gefühle stützt.
  • Argumentum ad populum: Eine Begründung, welche darauf angelegt ist, die Gefühle einer Volksmenge zu erregen und sie daran zu hindern, sich ein sachliches Urteil zu bilden.

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