Analyse und Zusammenfassung: Wir werden nie Rockstars
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Struktur, Erzählperspektive und Sprachniveau
Die Struktur des Romans ist etwas ungewöhnlich. Das Buch ist in drei Teile gegliedert: Ein Teil ist in der dritten Person verfasst, wobei die Titel aus Zahlen bestehen und das Hauptthema des Buches behandelt wird. Ein weiterer Teil ist ebenfalls in der dritten Person geschrieben, widmet sich jedoch einem detektivischen Handlungsstrang, dessen Kapitelnummern mit der Haupthandlung korrelieren. Schließlich gibt es einen Teil in der ersten Person, in dem der Erzähler Hintergründe erläutert. Diese kursiv gesetzten Abschnitte haben wortreiche Titel und lassen sich leicht vom Rest unterscheiden.
Die Dialoge sind ein zentrales Element, besonders wenn der Protagonist auf Tivi trifft. Das Sprachniveau ist weitgehend Standarddeutsch und für jeden gut verständlich, abgesehen von einigen spezifischen Ausdrücken. Insgesamt ist es ein Buch, das sprachlich sehr zugänglich ist.
Die Charaktere des Romans
Hauptcharaktere
Ventura: Ein etwa 19-jähriger Junge und der Protagonist des Romans. Er ist ein unternehmungslustiger junger Mann, der von zu Hause weggelaufen ist und gelernt hat, wie man stiehlt. Er liebt Rockmusik und die Künstler der 70er Jahre.
Tivi: Sie hat lange, rot gefärbte Haare, Sommersprossen im Gesicht und klare Augen. Sie arbeitet als Fensterreinigerin. Sie nimmt Ventura in einem besetzten Haus auf, in dem sie selbst wohnt.
Nebencharaktere
- Quim: Ein langjähriger Freund von Ventura.
- Neus: Venturas Freundin aus der Zeit, bevor er von zu Hause weglief.
- Hippie: Ein Mädchen, das er in Cadaqués trifft.
- Diego: Ein Bewohner des besetzten Hauses, der Ventura misstrauisch gegenübersteht.
- Ricky: Ein Junge in Venturas Alter, mit dem er sich anfreundet.
Zusammenfassung der Handlung
Der Roman „Wir werden nie Rockstars“ beginnt damit, dass der Protagonist Ventura einen Mann überfällt, ihn zusammenschlägt und seine Brieftasche stiehlt. Als er die Gelegenheit ergreift, stiehlt er ein Auto, indem er die Scheibe einschlägt und die Kabel kurzschließt. Hier beginnt die eigentliche Geschichte. Ventura fährt ziellos umher und landet schließlich in Cadaqués. Am Strand trifft er ein Mädchen namens Hippie. Sie unterhalten sich, und er erzählt ihr ein wenig aus seinem Leben (verschweigt jedoch den Autodiebstahl und den Raub). Ventura beschließt, ein neues Leben zu beginnen und wie ein Hippie zu leben.
Er geht zu einer Telefonzelle und ruft seinen Freund Quim in Girona an, um ihn zu überreden, ihn auf seiner Reise nach Barcelona zu begleiten, doch Quim lehnt ab. Ventura entscheidet sich, allein nach Barcelona zu gehen, um in der Großstadt unterzutauchen. Auf dem Weg bemerkt er, dass ihm das Benzin ausgeht. An einer Raststätte stiehlt er einer anderen Person die Tasche und einen kleinen Koffer aus dem Auto. In Barcelona trifft er auf das hübsche Mädchen Tivi, das Autoscheiben putzt. Er ist sofort von ihr fasziniert. Er kehrt zu der Kreuzung zurück, spricht sie an und sie erzählt ihm vom Leben in einem besetzten Haus. Sie bietet ihm einen Schlafplatz an, und Ventura lädt sie aus Dankbarkeit zum Essen ein.
Im besetzten Haus zeigt Tivi ihm seinen Schlafplatz in ihrem Zimmer. Dort trifft er auf Diego, der nicht begeistert von Venturas Anwesenheit ist. Ventura spricht ständig über Rockstars und seinen Vater. Am zweiten Tag gerät er mit Diego aneinander und verbringt den Tag draußen. In der U-Bahn trifft er einen Musiker, mit dem er gemeinsam in einer Gruppe spielen will. Doch als er in den Nachrichten ein Bild von sich sieht, flieht er. Später trifft er Tivi wieder und bittet sie, mit ihm zu kommen. Kurz darauf wird er von der Polizei umstellt. Tivi flieht, und Ventura versteckt sich in einem Kino, wo er übernachtet.
Nach weiteren Zwischenfällen, darunter ein Überfall durch einen Unbekannten und ein erneuter Autodiebstahl, gerät er in eine Polizeikontrolle. In Panik entwendet er die Waffe eines Beamten und flieht. Schließlich nimmt er ein Paar als Geiseln und verschanzt sich am Montjuïc, umgeben von Streifenwagen. Sein Onkel Charles versucht ihn zu überreden, die Waffe niederzulegen und sich der Justiz zu stellen, da er noch niemanden getötet hat. Ventura verlässt den Wagen mit der Waffe in der Hand. Er erwägt Selbstmord, bringt es aber nicht über sich, bricht zusammen und beginnt zu weinen.
Zeitstruktur und Erzählweise
Der Roman spielt innerhalb weniger Tage. Die Haupthandlung ist in der dritten Person Präteritum verfasst. Die Abschnitte, in denen Ventura seine Gedanken erklärt, stehen jedoch in der ersten Person Präsens. Der detektivische Teil ist ebenfalls in der dritten Person Präteritum geschrieben.
Persönliche Meinung
Mir hat dieses Buch gut gefallen. Der einzige Nachteil war, dass es bis etwa zur Seite 40 dauerte, bis die Geschichte richtig in Fahrt kam. Normalerweise lese ich ein Buch nicht weiter, wenn mir der Anfang nicht gefällt, aber insgesamt hat mir dieses Werk sehr gut gefallen.