Anatomie des Halses und der weiblichen Geschlechtsorgane

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Anatomie des Halses: Struktur und Muskulatur

Der Hals schließt sich dem Kopf und dem oberen Brustbereich an. Er umfasst Haut, flauschiges sowie faseriges Gewebe, Muskeln, schwere vaskuläre Elemente, Lymphknoten und Organe wie den Kehlkopf, die Luftröhre sowie Drüsen (Schilddrüse und Nebenschilddrüsen).

Skelett und Muskelschichten des Halses

Die Basis bilden die Haut und das Skelett der Halswirbelsäule. Die Muskulatur unterteilt sich wie folgt:

  1. Platysma (Hautmuskel): Ein dünner Muskelring, der von der supraklavikulären Zone bis zum Gesicht und tief zum Kinn reicht.
  2. M. sternocleidomastoideus: Befindet sich am seitlichen Hals. Er verläuft vom Thorax und endet auf der Ebene der Schädelknochen (Apophyse des Schläfenbeins und Mastoidfortsatz des Hinterhauptsbeins).
    • Herkunft: Unterer Ansatz am Brustbein (Sternum) und Schlüsselbein (Klavikula).
    • Seitlich/Extern: Vena jugularis externa, die in die Vena subclavia mündet (ein Weg für Serum-Infusionen).
    • Innen/Intern: Vaskulo-nervöses Bündel mit der Arteria carotis communis, der Vena jugularis interna und dem Nervus vagus (Neurogastricus).
    • Innervation: Doppel-Innervation durch Äste des Nervus accessorius und Zweige des Plexus cervicalis.
    • Aktion: Heben der Klavikula; dient als sekundärer Hilfsinspirationsmuskel.
  3. Mm. scaleni (Treppenmuskeln): Diese liegen auf der Ebene der Wirbelsäule (vorderer, mittlerer und hinterer Muskel). Sie liegen tiefer und ziehen von der Halswirbelsäule zur 1. und 2. Rippe.
    • Aktion: Heben der 1. und 2. Rippe; fungieren als Hilfsmuskelgruppen bei der Inspiration.

Topografie und Organe des Halses

Halsdreiecke und vorderer Halsbereich

Zwischen den vorderen und hinteren Dreiecken bildet sich der vordere Hals:

  • Oben: Die Mandibula (Unterkiefer), darunter das Zungenbein (suprahyoidaler und infrahyoidaler Bereich).
  • Unten: Jugulum (Drosselgrube) des Brustbeins.
  • Seiten: Vorderer Rand des M. sternocleidomastoideus.
  • Bezug: Schilddrüse und Ringknorpel.

Organe des Atemsystems und Drüsen

Zum Atemsystem gehören der Kehlkopf (Larynx) und die Hals-Trachea. Dahinter liegen die zervikale Speiseröhre (Ösophagus) und der Rachen (Pharynx). In Bezug auf den Kehlkopf finden wir:

  • Schilddrüse (ca. 27 g): Bezogen auf die ersten zwei Trachealringe. Jeder Schilddrüsenlappen hat die Form eines Prismas.
  • Nebenschilddrüsen: Auf der Rückseite jedes Lappens befinden sich zwei Paare, die insgesamt etwa 1 Gramm wiegen.

Anatomie der weiblichen Geschlechtsorgane

Ovarien (Eierstöcke)

Die Ovarien befinden sich in der Beckenausgrabung. Sie sind etwa 4,5 cm groß und wiegen 6,8 g. Sie liegen in der Fossa ovarica, etwa 15–20 cm vor dem Iliosakralgelenk.

  • Oben: Externe Iliakalgefäße.
  • Unten: Interne Iliakalgefäße mit dem Ureter.
  • Verbindungen: Utero-ovarielle Bänder (Rohre für Eierstock), Mesoovarium (zum Uterus) und das Ligamentum suspensorium ovarii (Lumboovarium) an der Fossa iliaca.
  • Versorgung: Die Bewässerung erfolgt durch utero-ovarielle Gefäße.

Tuba uterina (Eileiter)

Die Rohre (Eileiter) sind 10–12 cm lang und haben die Funktion, das Ei aufzufangen. Sie unterteilen sich von lateral nach medial in:

  1. Pabello (Infundibulum/extern)
  2. Körper (Ampulle/medial)
  3. Intrauteriner Teil (intern)

Sie bestehen aus Peritoneum, glatter Muskulatur und Schleimhautgewebe. Die Versorgung erfolgt nach außen durch die utero-ovarielle Arterie und nach innen durch die Uterusarterie.

Uterus (Gebärmutter)

Der Uterus liegt in der Beckenausgrabung auf dem Beckenboden und Damm, hinter der Blase und vor dem Rektum. Er ist 8 bis 10 cm groß und muskulös aufgebaut. Er besteht aus drei Teilen:

  • Körper (Corpus): Der extensive Teil mit dem Fundus (höchster Punkt).
  • Isthmus: Der schmale Teil.
  • Hals (Cervix): Hier erfolgt die Einstellung zur Vagina.

Die Fixierung der Vagina unterteilt sich in den supravaginalen und intravaginalen Teil (Portio vaginalis oder „Fischmaul“), welcher der sichtbare Bereich für den Pap-Test ist. Die Wandschichten sind das Peritoneum, das dicke Myometrium (Muskelschicht) und das Endometrium (Schleimhaut). Im Gebärmutterhals befindet sich der Zervikalkanal, der mit der Vagina kommuniziert.

  • Anteflexion: Beugung nach vorne zwischen Corpus und Cervix.
  • Anteversion: Neigung der Corpus-Achse in Bezug auf die Beckenachse.
  • Versorgung: Arteria uterina mit flexuosen Arterienästen.
  • Douglas-Raum (Fonds): Liegt zwischen Uterus und Rektum.

Vagina und äußere Genitalien

Die Vagina führt vom Gebärmutterhals zu den äußeren Genitalien (8 bis 10 cm). Die obere Öffnung steht in Beziehung zum Gebärmutterhals, die untere ist mit der Vulva verbunden. Ihre Funktionen umfassen den Durchgang der Regelblutung, die Geburt und die Aufnahme des Penis.

Die Vulva (äußere Genitalien)

  • Mons pubis (Venushügel): Konvex über dem Schambein, gebildet aus Haut, Fett und Behaarung.
  • Schamlippen (Labia majora): 10–12 cm lang, unter dem Venushügel gelegen.
  • Klitoris: Im interlabialen Raum gelegen, Schwellkörper von ca. 0,5 cm.
  • Labia minora: Unter ihnen befinden sich die Harnröhrenöffnung und die untere Vaginalöffnung, die durch das Jungfernhäutchen (Hymen) begrenzt wird.

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