Antigen-Antikörper-Reaktion und die Immunantwort
Eingeordnet in Biologie
Geschrieben am in
mit einer Größe von 3,06 KB
Antigen-Antikörper-Reaktion
- Präzipitation (Niederschlag): Antigene sind polyvalent. Die freien Antigene kommen zusammen und bilden komplexe, dreidimensionale Strukturen.
- Agglutination: Reaktion mit anderen Antigenen auf der Oberfläche von Bakterien, die zur Verklumpung führt.
- Neutralisierung: Ziel ist es, die negativen Auswirkungen des Antigens zu beseitigen.
- Opsonisierung: Opsonine sind Antikörper, die auf der Oberfläche von Mikroorganismen fixiert sind. Sie bilden einen Rahmen, durch den die Fresszellen die Erreger besser lokalisieren können.
Das Komplementsystem
Es handelt sich um einen Satz von 20 Plasmaproteinen, die in der Leber gebildet werden und bis zu einem bestimmten Trigger inaktiv sind. Die Funktion besteht darin, die Wirkung der Immunantwort zu ergänzen.
- Sie fungieren als Mittler bei Entzündungen, um den Zustrom von Leukozyten zu erleichtern.
- Markierung von Fremdzellen und Antikörpern für Makrophagen.
- Lyse: Verursacht den Bruch der invasiven Zellmembran.
Wirkungsweise gegen Krankheitserreger
Das System wirkt in zweierlei Hinsicht:
- Klassisch: Aktivierung über den Antigen-Antikörper-Komplex auf der Oberfläche von Mikroorganismen, was zu deren Lyse führt.
- Alternativ: Aktivierung durch die Anwesenheit mikrobieller Moleküle ohne vorherige spezifische Immunantwort.
Humorale Immunantwort
Wenn ein Antigen eindringt, trifft es schließlich auf die Zelle, die auf ihrer Oberfläche Antikörper zeigt. Es bilden sich zwei Stämme:
- Plasmazellen: Diese entwickeln eine große Masse an rauem endoplasmatischem Retikulum, um Antikörper zu erzeugen, die über die Lymphe verteilt werden.
- Gedächtniszellen: B-Lymphozyten, die als Speicherzellen im Blut verbleiben und aus denen später wieder Antikörper produzierende Plasmazellen entstehen können.
Die Immunantwort
Die Immunantwort ist die Gesamtheit der Prozesse, die ausgelöst werden, wenn ein Fremdkörper in den Körper eindringt und nicht als „eigen“ erkannt wird. Die spezifische Antwort bietet Widerstand gegen ein bestimmtes Antigen, was jedoch keinen Widerstand gegen andere Antigene bedeutet.
Primäre Immunantwort
Sie entwickelt sich beim ersten Kontakt mit einem Antigen:
- Latenzphase: Das Antigen wird erkannt und Lymphozyten vermehren sich.
- Logarithmische Phase: Die Produktion von Antikörpern nimmt zu.
- Deklinationsphase: Die Anzahl der Antikörper ist rückläufig.
Sekundäre Immunantwort
Sie erfolgt beim zweiten Kontakt mit dem Antigen:
- Latenzphase: Gleicher Ablauf, aber deutlich kürzer.
- Produktion von Antikörpern: Es werden vorwiegend IgG-Antikörper gebildet; die Reaktion ist schneller und intensiver.