Antike Bildungsgeschichte: Von der Paideia bis Rom
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Arete: Vollkommenheit, Gerechtigkeit und Weisheit
Die Arete (Vollkommenheit) betrifft sowohl die Gerechtigkeit als auch die Weisheit. Das Körpermodell ist im Wesentlichen auf den Menschen bezogen, wobei es androzentrisch geprägt und typisch für eine „Nur-Männer-Option“ des Adels war. Bauern nutzten diesen Adel nicht, um ihn in die Zukunft zu senden. Die Paideia ist der Weg zur Perfektion und ein lebenslanger Prozess. Die Aristoi (die Besten) werden von der Stadt „gepflügt“ und bilden eine ausgewählte Gruppe.
Zwei Bildungsmodelle in Athen
Athen lag am südlichen Ende des Handelsgeschehens. Die Entwicklung verlief über verschiedene Phasen:
- Homerischer Zeitraum: Prävalenz körperlicher Fertigkeiten.
- Goldenes Zeitalter: Das Ideal des guten Bürgers.
- Sophisten: Rhetorik versus Mäeutik (Hebammenkunst), um die Wahrheit ans Licht zu bringen.
Die Methode der Mäeutik umfasst:
A) Die Annahme der Person, die nichts weiß.
B) Die systematische Befragung: Es werden Definitionen und ein Abschluss benötigt.
Die Erziehung der Frau
Die Erziehung der Frau war domestica (häuslich) und lag in den Händen der Mutter oder männlicher Erzieher. Bis zum Alter von sieben Jahren fand die Erziehung in der Familie statt. Danach erfolgte die Leibeserziehung durch Eltern oder Erzieher: Paidotribes (Kampf, Fitnessstudio) oder direkt durch Renn- und Diskuswettbewerbe.
Sparta: Staatliche Erziehung und Disziplin
In Sparta hatte jeder Bürger die Priorität, ein Gewehr (Waffe) zu führen. Der Erziehungsprozess lag vollständig in den Händen des Staates. Der Staat entschied über die Rasse und die Instruktion der Kinder durch den Paidonomos.
Die Entwicklung des römischen Bildungswesens
Ab dem 2. Jahrhundert v. Chr. initiiert, war das Ziel die Ausbildung für Landwirte (Familie, Clan). Der Pater Familias hatte das Recht über Leben und Tod. Mit der römischen Expansion wuchs die Stadt zu einer Regierung durch Zuruf. Der Senat entschied, und es gab zwei Konsuln für alle Kriegsentscheidungen. Die öffentliche Bildung wurde zur Staatsaufgabe.
Struktur der römischen Erziehung
- Bis 7 Jahre: Die Mutter ist zuständig für die Erziehung und den Familiengottesdienst.
- Ab 7 Jahre: Die Jungen unterstehen dem Staat. In der öffentlichen Schule lernen sie Lesen, Schreiben, den Umgang mit Waffen, Gesetze und Ackerbau unter Beteiligung des Vaters am bürgerlichen Leben.
- 16-17 Jahre: Übergang zur Armee für die militärische Ausbildung; das Recht auf den Tod bleibt bestehen.
Einfluss des Christentums und der Magna Graecia
Mit der Leistung der Halbinsel im Bereich der Magna Graecia und der Expansion des Christentums entstand ein griechischer Dominanz-Einfluss. Migranten-Lehrer bildeten die Civitas auf drei Ebenen im Zuge des Urbanisierungstrends aus.
Primarstufe: Grundbildung für römische Bürger
Diese Stufe war für Jungen von 7 bis 11 Jahren vorgesehen. Es gab freie Schulen für die Armen. Der Unterricht fand von Mai bis zum 15. Oktober statt, sechs Stunden täglich mit neun Stunden Ruhezeit. Ein Pädagoge (oft ein Sklave) begleitete die Kinder. Ziel: Grundlegende bürgerliche Kultur. Methode: Auswendiglernen und körperliche Züchtigung. Inhalt: Lesen, Schreiben, Rechnen (Perlen), Auswendiglernen von Gesetzen und der Abakus. Der Lehrer wurde Magister Ludi genannt.
Sekundarstufe: Vorbereitung für Patrizier
Diese Stufe war den Patriziern vorbehalten. Ziel: Vorbereitung für Staatsbeamte. Alter: 11 bis 16 Jahre (Erwachsenenalter). Inhalt: Lesen, Schreiben, Philosophie und militärisches Training.
Hochschulbildung: Die politische Karriere
Diese Stufe war den edlen und reichen Patriziern vorbehalten. Ziel: Vorbereitung auf den Cursus Honorum (politische Karriere) und die Ausbildung von Staats- und Regierungschefs. Alter: Ab 17 Jahren. Inhalt: Rhetorik, Deklamation und Grammatik. Methoden: Zwei Systeme basierend auf praktischen Übungen.