Das antike Griechenland: Polis, Sparta und Athen
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Das antike Griechenland: Eine Einführung
Hellas war kein einheitlicher Staat, sondern ein Territorium auf der Balkanhalbinsel, das Inseln und Teile der heutigen Türkei umfasste. Es war nie eine politische Einheit, sondern bestand aus einer Reihe von Polis (Stadtstaaten), die jeweils ein Gebiet kontrollierten und keine äußere Macht anerkannten. Die Griechen fühlten sich als Mitglieder einer Gemeinschaft, da sie die gleiche Sprache sprachen, die gleichen Götter verehrten und dieselben Bräuche pflegten. Den Namen „Griechen“ gaben ihnen später die Römer.
Sparta: Die Militärmacht
Sparta lag auf der Halbinsel Peloponnes im Süden Griechenlands und wurde aus fünf Siedlungen gebildet. Die Stadt besaß keine Stadtmauern. Das Land wurde in Lose aufgeteilt und war Eigentum des Staates, wodurch es kaum Unterschiede im Reichtum gab. Da die Spartaner genügend Land eroberten, um ihre Bedürfnisse zu decken, beteiligten sie sich nicht an der Kolonisation.
Die soziale Struktur Spartas
- Spartiaten: Vollbürger mit allen politischen Rechten. Sie widmeten sich ausschließlich der militärischen Vorbereitung und absolvierten ab dem 7. Lebensjahr eine militärische Ausbildung.
- Periöken: Handwerker und Kaufleute, die Steuern an die Spartiaten zahlten.
- Heloten: Nachfahren der Messenier. Sie arbeiteten auf dem Land, das ihnen nicht gehörte, und mussten die Hälfte ihrer Erträge an die Spartiaten abgeben. Sie hatten einen Status ähnlich dem von Sklaven.
Athen: Wiege der Demokratie
Athen lag auf der Halbinsel Attika. Nach einer weniger bekannten Frühphase entwickelte sich Athen zur bedeutendsten Polis mit dem größten kulturellen und politischen Einfluss. In dieser Zeit wurde die Demokratie eingeführt.
Die athenische Gesellschaft
- Bürger: Kinder athenischer Eltern. Sie besaßen alle Rechte, waren oft wohlhabend und bekleideten politische Ämter.
- Metöken: Zugewanderte, die in Athen lebten und sich dem Handel und Handwerk widmeten.
- Sklaven: Die größte Bevölkerungsgruppe. Sie arbeiteten im Haushalt, im Handwerk oder in der Armee. Sie hatten keine Rechte, konnten sich aber unter Umständen ihre Freiheit erkaufen.
Das politische System
Die Demokratie ermöglichte die Beteiligung der Bürger am politischen Leben. In der Volksversammlung konnten alle männlichen Bürger über 18 Jahren mitbestimmen. Der Rat der 500 (Bule) wurde jährlich durch Losverfahren aus Bürgern über 30 Jahren gebildet.
Griechische Kunst und Architektur
Die Akropolis, der Tempel auf dem höchsten Punkt der Stadt, ist das wichtigste Element der griechischen Architektur. Charakteristisch sind die geraden Säulen, die in drei Stilen ausgeführt wurden:
- Dorisch
- Ionisch
- Korinthisch
Weitere kulturelle Errungenschaften umfassten:
- Architektur: Theater, Odeons und Tempelanlagen.
- Skulptur: Berühmte Werke wie die Laokoon-Gruppe oder der Diskuswerfer (Diskobolos) von Myron.
- Malerei: Wandmalereien und kunstvolle Keramikmalerei mit moralischen oder mythologischen Motiven.