Von der Antike bis zum Mittelalter: Ein historischer Abriss
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Die Anfänge der Menschheitsgeschichte
Die ältesten bisher gefundenen Fossilien sind etwa 4,5 Millionen Jahre alt und stammen aus Afrika.
Kulturelle Entwicklung und Schrift
Kulturelle Merkmale prähistorischer Gesellschaften entwickelten sich vor der Erfindung der Schrift. Da die Schrift nicht überall gleichzeitig entstand, gab es lange Zeit Gesellschaften, die keine schriftlichen Aufzeichnungen nutzten.
Frühe Hochkulturen
Zu den bedeutenden frühen Gesellschaften zählen:
- Die mesopotamischen Kulturen
- Die Babylonier
- Das alte Ägypten
- Das antike Griechenland
- Das antike Rom
Das Römische Reich
Das Weströmische Reich endete im 5. Jahrhundert (476 n. Chr.) durch den Einfall germanischer Stämme. Das Reich bestand etwa fünf Jahrhunderte lang, nachdem es in der späten vorchristlichen Zeit gegründet wurde.
Expansion und Struktur
Ein Reich definiert sich als Staat oder Stadtstaat (Rom), der durch die Eroberung und wirtschaftliche Ausbeutung anderer Gebiete wächst. Rom expandierte schrittweise und annektierte Territorien systematisch. In seiner größten Ausdehnung reichte das Reich vom Rhein über den Mittelmeerraum und den Nahen Osten bis nach Nordafrika.
Das Byzantinische Reich
Das Oströmische Reich, bekannt als das Byzantinische Reich, überlebte dank seiner exzellenten wirtschaftlichen Lage durch den Handel mit dem Nahen Osten über tausend Jahre bis ins 15. Jahrhundert. Der Kaiser besaß absolute politische, militärische und religiöse Macht.
Wirtschaft und kulturelles Erbe
Die Wirtschaft basierte auf Landwirtschaft, Handel sowie der Produktion von Textilien, Keramiken und Mosaiken. Byzanz bewahrte das griechisch-römische Kulturerbe, einschließlich der griechischen Sprache, Philosophie, Gesetze, Kunst und Religion.
Die Expansion der Araber
Die Araber, ursprünglich Nomaden auf der arabischen Halbinsel, wurden im 7. Jahrhundert durch den Propheten Mohammed geeint. Er verbreitete den Glauben an den einen Gott (Allah) und den Islam, dessen Lehren im Koran festgehalten sind.
Politische und militärische Ausbreitung
Mohammed verband religiöse Lehren mit einer politischen und militärischen Organisation. Dies führte zur Expansion durch den sogenannten „Heiligen Krieg“ (Dschihad). Bis zum 8. Jahrhundert eroberten die Araber Nordafrika, den Nahen Osten, Mesopotamien, den Iran bis zur Grenze Indiens und die Iberische Halbinsel.
Kultureller Einfluss
Die muslimische Kultur beeinflusste die westliche Welt maßgeblich:
- Literatur: „Tausendundeine Nacht“, „Aladdin und die Wunderlampe“.
- Wissenschaft: Fortschritte in Chemie und Mathematik (z. B. unser arabisches Zahlensystem).
- Sprache: Viele deutsche Wörter arabischen Ursprungs (z. B. Kissen, Mandeln, Ziffer).
Die feudale Gesellschaft
Historiker bezeichnen die Gesellschaftsform in Westeuropa zwischen dem 4. und 15. Jahrhundert als Feudalismus.
Faktoren der Organisation
Die Entstehung des Feudalismus wurde durch folgende Faktoren begünstigt:
- Der Tod Karls des Großen und die Aufteilung seines Reiches.
- Schwache Könige und eine zunehmende Dezentralisierung der Macht.
- Die Übertragung von Verteidigungsaufgaben an lokale Adlige.
- Ständige Invasionen in Europa.
Die politische Macht wurde von lokalen Herren ausgeübt, die Steuern und Einkünfte ihrer Bezirke für sich beanspruchten.