Die Ära Juan Vicente Gómez: Macht und Wandel in Venezuela
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Entwicklung der Regierungszeit von Juan Vicente Gómez
Am 19. Dezember 1908 wurde General Juan Vicente Gómez zum Zentrum der Macht in Venezuela, unterstützt durch die Regierung der Vereinigten Staaten. Die Position der USA ist leicht verständlich, da die diplomatischen Beziehungen zwischen der Castro-Regierung und den USA ihren Tiefpunkt erreicht hatten. Am 24. April 1909 wurde General Gómez zum provisorischen Präsidenten der Vereinigten Staaten von Venezuela ernannt. Am 3. Juli 1910 leistete er vor dem Kongress seinen Amtseid.
Die verfassungsrechtlichen Perioden (1910–1936)
- 1910–1914: Verfassungsmäßiger Präsident, durch den Kongress ernannt.
- 1915–1922: Provisorische Präsidentschaft von Dr. Victorino Márquez Bustillos. General Gómez bevorzugte in dieser Zeit die Führung der Armee, behielt jedoch den entscheidenden Einfluss auf den venezolanischen Staat.
- 1922–1929: Der Kongress ernannte General Juan Vicente Gómez erneut zum verfassungsmäßigen Präsidenten. Im Jahr 1928 kam es zu großen Aufständen gegen das Regime, angeführt von der „Generation von 28“, die durch intensiven Nationalismus und Patriotismus geprägt war.
- 1929–1936: Gómez wurde erneut verfassungsmäßig gewählt, überließ das Amt jedoch bis 1931 Dr. Juan Bautista Pérez.
Widerstand und politische Instabilität
Die Ära war geprägt von Putschversuchen, Revolutionen und Invasionen, darunter:
- Der Versuch von General Román Delgado Chalbaud mit dem Schiff Falke bei Cumaná.
- Die revolutionären Versuche von General Gabaldón und General Juan Rafael Peñalosa.
Wichtige Ereignisse während der Ära Gómez
- Ölboom: Das Auftreten von Erdöl und dessen anschließende Ausbeutung und Industrialisierung.
- Infrastruktur: Anlässlich der Hundertjahrfeiern der Unabhängigkeit wurden zahlreiche öffentliche und soziale Bauwerke errichtet.
- Modernisierung: Venezuela investierte in den Ausbau von Kommunikationswegen, legte den Grundstein für die Luftfahrt, stärkte die Marine und führte erste Funkversuche durch.
Caudillismo und Bürgerkriege
Der Caudillismo beschreibt das Phänomen, bei dem die Macht in den Händen einer einzelnen Person liegt, die durch Charisma, Glück oder Anziehungskraft die bedingungslose Unterstützung der Massen gewinnt. Der Anführer zeichnet sich durch Individualismus sowie despotische und autokratische Züge aus.