Der Arbeitsprozess im Gesundheitswesen und seine Technologien
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Der Arbeitsprozess im Gesundheitswesen
Arbeit und Gesundheit:
- Produktive Arbeit: Arbeit ist die Herstellung von Gebrauchswerten und Tauschwerten.
- Ziel der Arbeit: Der Arbeitnehmer hat die Aufgabe, für den Arbeitgeber Produkte zu produzieren, die einen Wert besitzen, als Gegenleistung für seinen Lohn.
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Komponenten des Arbeitsprozesses:
- Arbeitnehmer: Vertreten durch die Akteure des Arbeitsprozesses. Nur durch das Vorhandensein und die Aktivität dieser Akteure wird Arbeit ermöglicht.
- Gegenstand der Arbeit: Repräsentiert das, was umgewandelt wird, wie Rohstoffe (im Rohzustand oder als Produkt vorheriger Arbeit). Im Bereich der Gesundheit ist der Gegenstand der Arbeit die menschliche Gesundheit bzw. die gesundheitlichen Bedürfnisse. In diesem Sinne ist er das Objekt, auf das sich die Tätigkeit des Arbeitnehmers richtet.
- Werkzeuge (Arbeitsmittel): Diese Komponenten des Arbeitsprozesses sind nicht naturgegeben, sondern historisch von den Subjekten entwickelt worden, um die Interventionsmöglichkeiten auf das Objekt zu erweitern. Es handelt sich um komplexe Dinge, die der Arbeitnehmer zwischen sich und den Gegenstand der Arbeit einbringt und die dazu dienen, seine Aktivität direkt auf diesen Gegenstand zu richten.
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Instrumente im Gesundheitsprozess: Im Zuge der gesundheitlichen Arbeit bestehen die Instrumente aus:
- Materiellen Instrumenten: Dazu gehören unter anderem Geräte, Vorräte, Medikamente und Anlagen.
- Immateriellen Instrumenten: Dem Wissen, welches wiederum das wichtigste Instrument der Arbeit geistiger Natur darstellt.
- Mikroskopische Dimension: Der Prozess der gesundheitlichen Arbeit betrifft die mikroskopische Dimension der täglichen Arbeit im Gesundheitswesen, nämlich die Praxis der Arbeitnehmer und Gesundheitsberufe in der täglichen Produktion und dem Konsum von Gesundheitsleistungen.
- Der Pflegearbeitsprozess: Dieser besteht aus Wissen, das in Instrumenten und (technischen) Verhaltensweisen verankert ist, sowie aus einer bestimmten sozialen Beziehung. Diese soziale Ebene wird durch die Befriedigung von Bedürfnissen bestimmt, die auf den historischen Erfahrungen der Subjekte mit ihrer Lebensweise basieren.
- Wertorientierung im Gesundheitswesen: Der Arbeitsprozess im Gesundheitswesen ist auf wichtige Werte (biologische und psychologische) ausgerichtet. Er besitzt die Eigenschaft, dass ihm eine Austauscheinheit zugeordnet ist, die gesellschaftlich und historisch ein Wert zur Intervention bei menschlichen Bedürfnissen ist. Was in diesem Prozess verbraucht wird, ist die Pflege selbst – die Arbeit an sich und nicht das Endprodukt dieser Arbeit.
- Ergebnis der Pflegeintervention: Das Ergebnis der Intervention in der Pflege ist wichtig; der Verbrauch der Werte erfolgt direkt im Leben der Patienten, durch den Einsatz der Arbeitskraft in der Produktion. Die Arbeit der Akteure und ihre Instrumente werden direkt in der Pflege verbraucht und nicht erst in einem nachträglichen Produkt.
- Beziehungsorientierung: Gesundheitliche Arbeit existiert nur durch die Begegnung und die Beziehung zwischen Fachkraft und Nutzer/Klient. Es gibt bestimmte Orte im Gesundheitswesen, an denen spezifische Leistungen erbracht werden können.
- Arbeit im Gesundheitswesen als Dienstleistung: Eine sehr intensive Dienstleistung, die auf einer zwischenmenschlichen Beziehung basiert. Die Dienstleistung wird nicht an materiellen Dingen, sondern an Menschen vollzogen. Es ist ein Prozess, bei dem der Konsument ein wesentlicher Teil des Arbeitsprozesses ist. Seine Beteiligung und Kooperation sind notwendig, um die gewünschten Ergebnisse zu erzielen.
Arbeit im Gesundheitswesen und ihre Technologien
- Technologiebegriff: Technologie umfasst nicht nur Maschinen und moderne Instrumente.
- Wissenskorpus: Technologie ist die Gesamtheit des Wissens, das in einem bestimmten Bereich angewendet wird.
- Wissen in der Praxis: Es ist angewandtes Wissen. Jede produktive Tätigkeit bringt ein Wissen mit sich, das zur Bewältigung bestimmter Aufgaben führt. Dies ermöglicht die Erschaffung von etwas bzw. das Erreichen bestimmter Ergebnisse.
- Akteure der Gesundheitsproduktion: Im Gesundheitswesen sind die Arbeitskräfte, die Pflege leisten – wie Pflegekräfte, Ärzte, Zahnärzte, Psychologen, technische Assistenten und andere – die Produzenten von Gesundheit. Sie interagieren mit den Konsumenten (Nutzern), während die Dienstleistungen erbracht werden. Diese Leistungen werden vom Nutzer genau im Moment ihrer Herstellung konsumiert.
- Relationaler Charakter: Die Interaktion zwischen Produzent und Konsument begründet ein wesentliches Merkmal der gesundheitlichen Arbeit: Sie ist relational, das heißt, sie erfolgt durch die Beziehung zwischen dem Arbeitnehmer und dem Nutzer (sei es individuell oder kollektiv).
- Arbeitsmittel: Maschinen und Werkzeuge.
- Immaterielle Technologien (weiche Technologien): Hierunter versteht man den Wissens- und Technologietransfer. Im Mittelpunkt der Debatte über die Arbeit und die Produktion von Gesundheit stehen die sozialen Subjekte als Wissensträger. Sie sind die Arbeiter und Produzenten von Gesundheit par excellence und besitzen die Fähigkeit, eine qualitativ hochwertige Pflege anzubieten.
- Harte Technologien: Diese sind in Maschinen und Werkzeugen verkörpert. Sie werden so genannt, weil sie bereits im Vorfeld für die Herstellung bestimmter Produkte konzipiert wurden.
- Weich-harte Technologien: Diese umfassen strukturiertes technisches Wissen. Sie bestehen aus einem „harten“ Teil (der beschriebenen Technik) und einem „weichen“ Teil, der die Art und Weise betrifft, wie der Arbeitnehmer dieses Wissen anwendet. Dies kann je nach Arbeitsweise und individuellem Umgang mit dem Nutzer verschiedene Formen annehmen.