Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz
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1. Ziele der Einheitlichen Europäischen Akte
Das Hauptziel ist der Schutz der Arbeitnehmer in Bezug auf Gesundheit und Sicherheit.
2. Aufgaben der Mitgliedstaaten
Verbesserung der Arbeitsumwelt zum Schutz der Gesundheit und Sicherheit der Arbeitnehmer sowie die Harmonisierung der bestehenden Bedingungen in diesem Bereich.
3. Maßnahmen der Europäischen Kommission
- A. Sicherheit und Ergonomie am Arbeitsplatz
- B. Gesundheit und Sicherheit am Arbeitsplatz
- C. Information
- D. Training
- E. KMU
- F. Sozialer Dialog
4. Sozialcharta
- Freizügigkeit der Arbeitnehmer
- Beschäftigung und eine gerechte Bezahlung
- Verbesserung der Lebens- und Arbeitsbedingungen
- Recht auf einen angemessenen sozialen Schutz
- Vereinigungsfreiheit und Kollektivverhandlungen
- Berufliche Bildung
- Gleichbehandlung von Männern und Frauen
- Information, Konsultation und Beteiligung der Arbeitnehmer
- Schutz der Gesundheit und Sicherheit am Arbeitsplatz
- Schutz von Kindern und Jugendlichen
- Senioren
- Behinderungen
5. Verpflichtungen zur Sicherheit und zum Gesundheitsschutz
- Gleiches Maß an Schutz für alle
- Arbeitgeberhaftung
- Vorrang der Prävention
- Bewertung, Planung und Prävention
- Information
- Training
- Teilnahme
- Gesundheitsüberwachung
- Rechte und Pflichten der Arbeitnehmer
- Maßnahmen der Regierung
6. Begriffsbestimmungen
Gesundheit: Zustand des physischen, geistigen und sozialen Wohlbefindens.
Prävention: Die Reihe von Aktivitäten oder Aktionen, die in allen Phasen der Tätigkeit eines Unternehmens geplant sind, um Risiken bei der Arbeit zu vermeiden oder zu minimieren.
Sicherheit: Reihe von Techniken und Verfahren, die dazu bestimmt sind, das Risiko des Auftretens von Unfällen zu beseitigen oder zu verringern.
7. Arten der Sicherheit
Unbewusste Sicherheit: Instinktives Streben des Menschen nach Sicherheit in allen Lebensbereichen.
Sicherheitswissenschaft: Tiefgehende Analyse von Unfallfaktoren und Bewertung der Gefährlichkeit zur Auswahl notwendiger Abhilfemaßnahmen.
Umfassende Sicherheit: Betrachtung aller Arten von Risiken, die direkte oder indirekte Schäden und Verluste verursachen können.
8. Sicherheitstechniken
Einstufung der Sicherheitstechniken:
- Generelle oder unspezifische
- Spezifische sektorale
- Präventionstechniken
- Protektionstechniken
- Analytische
- Operative
- Konzeptionelle
- Korrektive
- Ausbildung und Information
9. Gefahrenbewertung
Formel zur Berechnung des Gefahrenpotenzials (Schweregrad, Exposition und Wahrscheinlichkeit): gp = c · E · p
10. Elektrische Gefährdungen
Voraussetzungen für einen Stromschlag: Potenzialdifferenz zwischen zwei Körperteilen und ein geschlossener Stromkreis durch den Körper.
11. Kammerflimmern
Kammerflimmern ist eine unkoordinierte Kontraktion der Herzmuskelfasern, die zum sofortigen Stillstand der physiologischen Herzaktivität führt. Da kein sauerstoffreiches Blut mehr zum Gehirn gelangt, treten innerhalb weniger Minuten schwere Schäden auf. Der Zustand ist nach 5 bis 10 Minuten praktisch irreversibel.
12. Schwellenwerte für Kammerflimmern
Bei kurzzeitiger Exposition (10–100 ms) liegt die Schwelle zwischen 400 und 500 mA. Bei einer Dauer von über einer Sekunde sinkt die Schwelle auf 50 mA (bei 1 Sekunde) bzw. 40 mA (bei über 3 Sekunden).
13. Weitere Auswirkungen elektrischen Stroms
- Gehirnverletzungen
- Epiglottis-Blockade
- Laryngospasmus
- Koronarkrampf
- Globaler Schock
- Verbrennungen
- Erhöhter Blutdruck
14. Joule'sches Gesetz
Q = U · t · 0,24 Kalorien
Diese Formel definiert die Wärmeentwicklung im Körper bei Spannungseinwirkung. Zulässige Sicherheitsspannungen: 24 Volt für lokale Fahrer oder feuchte Standorte, 50 Volt in übrigen Fällen.
15. Impedanz des menschlichen Körpers
Berechnung durch vektorielle Addition des Innenwiderstands und der Hautimpedanz. Sie besteht aus einer kapazitiven und einer ohmschen Komponente.
16. Widerstand des menschlichen Körpers
Der Widerstand hängt vor allem vom Strompfad und der Kontaktfläche ab.