Architekturanalyse: Parthenon und Maison Carrée
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Parthenon: Ein Meisterwerk der griechischen Architektur
Der Parthenon besticht durch seine imposante Fassade und Seitenansichten. Das für den Bau verwendete Material ist Marmor. Das Gebäude zeichnet sich durch eine klare Raumaufteilung aus, sowohl im Außen- als auch im Innenbereich. Die Architektur basiert auf einem gestuften Unterbau, dem Crepis, der sich über den gesamten Umfang erstreckt.
Konstruktion und Säulenordnung
Die tragenden Elemente bestehen aus Wänden und Säulen. Die Wände sind aus präzise aufeinander abgestimmten Steinen in einem regelmäßigen Quaderverband errichtet. Die Säulen ruhen direkt auf dem Stylobat; ihr Schaft weist scharfe Kanten und Grate auf, die durch Kanneluren getrennt sind. Das Kapitell setzt sich aus einem Abakus, einem Echinus und einem Halsring zusammen.
Gebälk und Dachstruktur
Die tragenden Elemente umfassen den Sturz und das Gebälk, das ein Satteldach trägt. Das Gebälk besteht aus einem glatten Architrav und einem Fries, der abwechselnd mit Triglyphen und reliefverzierten Metopen gestaltet ist. Über dem Gesims befindet sich ein dreieckiger Giebel, dessen Innenfläche, das Tympanon, häufig mit Skulpturen geschmückt ist.
Historischer Kontext
Es handelt sich um einen peripteralen, oktastylen griechischen Tempel dorischer Ordnung. Er wurde von Iktinos und Kallikrates im 5. Jahrhundert v. Chr. zu Ehren der Athena Parthenos errichtet. Die Bauzeit betrug 15 Jahre.
Maison Carrée: Römische Tempelarchitektur
Das Maison Carrée präsentiert sich mit einer beeindruckenden Fassade aus Stein oder Marmor. Die Architektur zeichnet sich durch einen vorgelagerten Raum und einen kompakten Innenbereich aus. Das Gebäude ruht auf einem Podium, das nur an der Hauptfassade über eine Treppe zugänglich ist.
Wandaufbau und Säulen
Die Wände bestehen aus regelmäßig angeordneten Quadern. Das Gebäude weist eine Mischung aus freistehenden Säulen und Halbsäulen auf, die das Bauwerk umgeben. Die massiven Wandflächen dominieren gegenüber den Öffnungen, mit Ausnahme des Hauptportals.
Gebälk und architektonische Details
Das Gebälk umfasst einen Architrav und einen mit Reliefs verzierten Fries, der nicht in Triglyphen unterteilt ist. Ein auskragendes Gesims schließt den Fries ab. Über dem Gesims befindet sich ein Tympanon, das die architektonische Struktur krönt.
Einordnung
Das Maison Carrée in Nîmes (1. Jahrhundert n. Chr.) ist ein pseudoperipteraler, hexastyler Tempel korinthischer Ordnung, der die klassische römische Tempelbaukunst repräsentiert.