Aristoteles und bürgerliche Werte in der Gemeinschaft

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Aristoteles und der Mensch als soziales Wesen

Im vierten Jahrhundert v. Chr. definierte der griechische Philosoph Aristoteles den Menschen als ein „zoon politikon“ (politisches Lebewesen). Aristoteles meinte damit nicht zwangsläufig, dass sich jeder Mensch politisch beteiligen muss; er bezog sich darauf, dass der Mensch von Natur aus dazu bestimmt ist, mit anderen Menschen in einer Gemeinschaft zu leben. Für Aristoteles ist die Gemeinschaft am besten für den Einzelnen, wenn sie autark und autonom ist.

Die Rolle der Europäischen Union in der Bildung

Die Europäische Union verfolgt das Ziel, eine Schulgemeinschaft zu fördern, die den Wert der demokratischen Beteiligung vermittelt und Menschen auf das Bürgersein vorbereitet. Dieser Kurs sieht vor, dass junge Menschen lernen, in einer pluralistischen und globalen Gesellschaft im Einklang mit den Menschenrechten zu leben. Er zielt auf die freie und volle Entfaltung der Persönlichkeit durch die Festigung von Selbstachtung, persönlicher Würde, Freiheit und Verantwortung ab.

Werte und bürgerliche Verantwortung

Wenn künftige Bürger nach eigenen Kriterien handeln – respektvoll, partizipativ und hilfsbereit –, kennen sie ihre Rechte, erfüllen ihre Pflichten und entwickeln bürgerliche Gewohnheiten. Werte sind Grundsätze, die unser Leben leiten. Das Erlernen von Werten beginnt in der Kindheit, wenn innerhalb der Familie verinnerlicht wird, was richtig oder falsch ist. In der Bürgergemeinde werden diese Fähigkeiten in die Praxis umgesetzt. Verantwortlich zu sein bedeutet, Wissen in praktischen Situationen des realen Lebens anzuwenden.

Dialog und Konfliktbewältigung

Unsere Meinungen und Standpunkte begründet zu äußern und Emotionen zu kontrollieren, ist essenziell. Die Folgen unseres Handelns zu übernehmen, Lösungen zu finden und Konflikte gewaltfrei durch Dialog und Verhandlungen zu lösen, gehört zur staatsbürgerlichen Verantwortung. Konflikte entstehen täglich, sollten aber die Kommunikation und die Beziehungen nicht dauerhaft verschlechtern. Dialog ist wichtig; wir müssen Tatsachen und Gründe finden, um unsere Ansichten zu erklären. Ein Konflikt entsteht oft, wenn eine Situation das eigene Wertesystem bedroht.

Strategien zur positiven Konfliktlösung

Wie ein Konflikt gelöst wird, hängt von den angewandten Strategien und unserer Fähigkeit ab, diese zu bewältigen.

Was wir tun sollten:
  • Das Problem so schnell wie möglich identifizieren oder ansprechen.
  • Das Problem angreifen, nicht die Person.
  • Ohne Unterbrechung zuhören.
  • Offene Fragen stellen, die einen Dialog in der Ich-Form ermöglichen.
  • Über die Gefühle des anderen nachdenken.
  • Eine offene Einstellung bewahren, um kreative Lösungen zu finden.
  • Einigungspunkte festlegen und die Nachverfolgung sicherstellen.
  • Verantwortung für das übernehmen, was wir sagen und tun.
Was wir vermeiden sollten:
  • Den Konflikt vermeiden, da er sich dadurch oft verschlimmert.
  • Annahmen treffen, urteilen oder tadeln.
  • Die Interessen der einzelnen Parteien ignorieren.
  • Die Person angreifen oder herabsetzen.
  • Emotionen den Dialog dominieren lassen.
  • Andere Werte und Überzeugungen missachten.
  • Davon ausgehen, dass die Nachricht wie gewünscht übermittelt wurde.
  • Die getroffenen Vereinbarungen missachten.

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