Asiatische Tigerstaaten, Irakkrieg und Sozialismus
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Asiatische Tigerstaaten
Die asiatischen Tigerstaaten, auch Schwellenländer (NICs) oder „Tigerstaaten Südostasiens“ genannt, stellen einen speziellen Fall der ökonomischen Entwicklung dar. Die ersten vier waren: Taiwan, Südkorea, Singapur und Hongkong.
Diese Länder setzten auf maximale Ersparnisse und Investitionen in einer primär auf den Export ausgerichteten Hauptindustrie. Dies ging einher mit langen Arbeitszeiten und einer starken Arbeitsdisziplin. Vor allem Taiwan und Südkorea erhielten militärische und finanzielle Unterstützung von den USA. Zudem lag der Fokus vorrangig auf der Ausbildung und Qualifizierung der lokalen Arbeitskräfte.
Im Jahrzehnt zwischen 1989 und Anfang 1990 sparten alle zwischen 30 % und 45 % des Bruttoinlandsprodukts und investierten zwischen 25 % und 40 %. Diese Länder vollzogen einen sehr schnellen technologischen Fortschritt. Die südostasiatischen Tigerstaaten wandelten sich von Ländern mit geringer Entwicklung und Landwirtschaft zu hochindustrialisierten Nationen.
Dieser Wachstumsprozess ergab sich auch aus den niedrigen Löhnen der Arbeitnehmer – eine Tatsache, die für ausländische Unternehmen, die sich in der Region ansiedelten, attraktiv war und noch immer ist. Eine der Maßnahmen zielte darauf ab, die Ansiedlung multinationaler Unternehmen und ausländischen Kapitals, insbesondere aus Japan und den USA, zu fördern. So wurden ausländische Investitionen gefördert, jedoch unter einer starken staatlichen Kontrolle. Diese Politik widerspricht der gängigen Vorstellung, dass Globalisierung und Kapitalismus nur durch einen Rückzug des Staates erfolgreich sein können.
Ursachen des Irakkriegs
Die Invasion des Irak begann am 19. März 2003. Nach dem Kalten Krieg, also mit der Auflösung der Sowjetunion im Jahr 1991 und dem Ende der totalitären Regime in Osteuropa, endete die Ost-West-Konfrontation und damit auch das bisherige Machtgleichgewicht in der Welt.
Der Angriff auf die Twin Towers und das Pentagon in Washington am 11. September 2001 löste eine Krise in den USA aus. Infolge dieses Angriffs unterzog die Regierung ihre Strategie und Konzepte zur nationalen Sicherheit sowie den Umgang mit der „Achse des Bösen“ einer Überprüfung. Es begann die Ära des Präventivkriegs. Für die USA mussten die Länder wählen: Entweder sie verbündeten sich im Kampf gegen terroristische Zellen (die in 60 oder mehr Ländern verstreut sind) oder sie wurden selbst dem Terrorismus zugerechnet.
Die jungen Tigerstaaten (Tiger Cubs)
Später begannen sich andere Länder in Südostasien zu entwickeln, die als „Tigerstaaten der zweiten Generation“ oder „kleine Drachen“ bezeichnet werden. Diese begannen ihren Weg zur Industrialisierung später, nahmen sich jedoch die bereits industrialisierten Länder als Vorbild. Dazu gehören:
- Malaysia
- Singapur
- Indonesien (Bandar Seri Begawan)
- Thailand (Bangkok)
- Philippinen (Manila)
- Vietnam (Hanoi)
(Im Rahmen der ASEAN). Viele japanische Elektronikprodukte werden in diesen Ländern zu niedrigen Löhnen zusammengebaut. Die Arbeitsbedingungen umfassen oft Zehn-Stunden-Tage, sechs Tage die Woche und nur wenige Sozialleistungen. Malaysia war das Land, das sich am schnellsten entwickelte. Die Armutsrate fiel drastisch, ebenso wie die Einkommensunterschiede aufgrund ethnischer Zugehörigkeit. Indonesien und Thailand verbesserten ihre industrielle Produktion, Landwirtschaft und die Einnahmen aus dem Tourismus.
In einigen dieser „kleinen Drachen“ gibt es jedoch große soziale Konflikte, die mit dem autoritären Auftreten ihrer Regierungen, schlechten Arbeitsbedingungen sowie ethnischen Spannungen verbunden sind.
Mobilitätskontrolle in China
Die chinesische Regierung kontrolliert die Mobilität der Menschen im gesamten Territorium. Obwohl es ein Verbot gibt, den Wohnort zu verlassen, sind die Kontrollen weniger streng als früher. Viele arme Bauern ziehen in die Städte, um illegal Beschäftigung und Lebensunterhalt zu finden. Dies beeinträchtigt die städtische Wirtschaft, da sie die zusätzliche Arbeitskraft nicht vollständig absorbieren kann. In den Städten herrscht eine scharfe Einkommensungleichheit, insbesondere wenn man die migrierten Bauern berücksichtigt, die oft in Armut und Rechtlosigkeit leben.
Das sozialistische Wirtschaftssystem
- Zentralisierte Planung: Der Staat kontrolliert Produktion, Verteilung und Konsum.
- Kollektiveigentum: Das Eigentum an den Produktionsmitteln ist kollektiv, niemals privat.
- Gewinnverbot: Es richtet sich gegen die Idee privater Gewinne oder Profite.
- Einparteiensystem: Es handelt sich um ein politisches System mit einer einzigen Partei. Die Legitimität der Kommunistischen Partei stützt das System, was die Meinungsfreiheit einschränkt, da diese das Gesamtsystem gefährden könnte.
- Absolute Staatsmacht: Der Staat übt absolute Macht in allen sozialen und ökonomischen Bereichen aus. Zudem legt er die Kosten für Löhne und Waren fest.
- Öffentliche Daseinsvorsorge: Der Staat bietet alle öffentlichen Leistungen an und erfüllt die Grundbedürfnisse aller Menschen, um Klassenunterschiede zu beseitigen.