Asymmetrie zwischen Begründung und Widerlegung
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Die Asymmetrie zwischen der Begründung und Widerlegung einer Hypothese
Unter den Argumenten, eine Hypothese h zu rechtfertigen oder zu widerlegen, besteht ein scheinbarer Zusammenhang der Symmetrie. Das heißt, das eine folgt aus dem anderen und beide bestehen nur aus einer der beiden Bedingungen sowie dem Experiment als Resultat. Doch diese Symmetrie bricht, wenn man argumentiert, dass die Bedingung 1 zur Rechtfertigung erfüllt sein muss.
Der Grund dafür ist, dass Argumente des Typs Widerlegung deduktiv gültig sind, während Argumente des Typs Erläuterung nur induktiv gültig sind (ein Schluss ist hier nur wahrscheinlich). Das bedeutet, man kann Gegenbeispiele finden: In Fällen der Begründung, in denen die Wahrheit der Prämissen nicht sehr wahrscheinlich zum Schluss führt, kann es sein, dass die Hypothese falsch ist, obwohl sie eine korrekte Vorhersage liefert.
In all diesen Fällen ist Bedingung 1 nicht erfüllt (keine Vorhersage stimmt mit der Hypothese überein), weshalb wir fordern, dass die Rechtfertigung beide Bedingungen erfüllt.
Experimenteller Ursprung und Kontrastierung
Versuche, die zur Formulierung einer Theorie führen, stellen keinen guten Test für eine Hypothese dar, ebenso wenig wie Experimente, die zur Formulierung einer Hypothese führen. In diesen Fällen werden die Voraussetzungen, die zur Formulierung der Hypothese führten, mit denselben Sachverhalten verglichen, die sie erklären sollen. Dies ist keine Prognose, da eine Prognose voraussetzt, dass man vorhersagt, was als Nächstes geschehen wird. Wir erinnern daran, dass uns erst die Natur der Vorhersage eine echte Kontrastierung ermöglicht.
Die Notwendigkeit für mehrfache Kontrastierung
Ein einzelner erfolgreicher Kontrast ist nicht ausreichend, um eine Hypothese vollständig zu rechtfertigen. Der Grund dafür ist, dass es sich um einen Zufall handeln könnte und die Hypothese in Wirklichkeit falsch ist, auch wenn die darauf basierende Vorhersage wahr war und beide Bedingungen erfüllt wurden.
Daher erfolgt Wissenschaft in der Regel durch mehrere Versuche einer Hypothese:
- Wurde nur ein erfolgreicher Kontrast durchgeführt, ist die Begründung der Hypothese gering.
- Je mehr erfolgreiche Kontraste erfolgen, desto höher ist die Wahrscheinlichkeit der Hypothese und deren Begründung.