Athen und die antike Philosophie: Von Sokrates bis Platon

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Das goldene Zeitalter Athens

Ab dem Jahr 460 v. Chr. bis in das späte 5. Jahrhundert war Athen die wichtigste Polis aufgrund ihrer politischen, sozialen und kulturellen Macht sowie ihres Einflusses. Während dieser Zeit behauptete sich Athen in den Kriegen gegen die Perser (Medische Kriege) und gegen Sparta (Peloponnesischer Krieg), wobei seine Vorherrschaft durch die Marine hervorgehoben wurde. Man entschied sich für die Gleichheit vor dem Gesetz (Isonomie), steigerte die Bevölkerung, und das soziale Umfeld war gekennzeichnet durch:

  • Religiöse Laxheit: Offenlegung der Gefühle.
  • Ideologischer und politischer Pluralismus: Größere Freiheit, Bildung, Meinungsvielfalt und demokratischer Fortschritt.
  • Unklarheit oder moralischer Relativismus: Keine heiligen Mythen.

Das soziale Umfeld führte dazu, dass sich die Philosophie auf moralische, soziale und politische Themen konzentrieren sollte, was die Aufmerksamkeit der Sophisten, Sokrates, Platon und Aristoteles auf sich zog.

Die Sophisten und die Rhetorik

Die Sophisten erreichten ihren Höhepunkt um 440 v. Chr. Sie demokratisierten die Macht und etablierten die Methode der Rhetorik. Diese basierte auf Überredung (nach Vereinbarung festgelegte Normen und Werte), um in den Sitzungen der Ekklesia in der Agora verschiedene Themen zu diskutieren.

Sokrates: Dialog und Mäeutik

Sokrates rief im Gegensatz zur Rhetorik zum Dialog auf, um Konzepte, Werte und Dinge klar zu definieren. Seine Methode war in zwei Teile gegliedert: Ironie und Mäeutik (Hebammenkunst).

Platon: Leben und Einflüsse

Platon (426–347 v. Chr.) wurde durch verschiedene Faktoren beeinflusst:

  1. Die politische Situation in Athen: Angesichts der Korruption seiner Heimatstadt, in der nur Macht und Geld zählten, und wegen Ungerechtigkeiten wie dem Todesurteil gegen Sokrates, wandte sich Platon von der Politik ab und der Philosophie zu. Er glaubte, dass man durch die Suche nach Wahrheit das Gute findet.
  2. Die Sophisten: Er lehnte deren Konventionalismus und Relativismus ab. Wenn jeder recht hätte, wäre alles wahr, was bedeuten würde, dass alles gleichzeitig falsch wäre.
  3. Sokrates: Sein Lehrer prägte ihn bezüglich der Bedeutung des Dialogs als Mittel, um Dinge zu definieren und die Wahrheit zu erreichen.
  4. Orphismus und die Kosmogonie von Hesiod.
  5. Pythagoras: Von ihm übernahm er die Lehre von der Seele.
  6. Parmenides: Nach ihm führt die Vernunft zur Wahrheit.

Platons Mythen und Nachwirkung

Platon nutzte auch neue Mythen, um Dinge auszudrücken, die rational schwer zu erklären waren. Einige dieser Mythen behandelten die Unterscheidung zwischen Materiellem und Immateriellem, die Präexistenz der Seelen, die Inkorporation der Seele, das Gute als Vorbild und geistige Funktionen.

Platon beeinflusste Aristoteles (obwohl dieser die Ideentheorie und sein politisches System ablehnte), die Neuplatoniker, Augustinus (unveränderliche Ideen in Gott), Descartes (Vernunft und angeborene Ideen) und Nietzsche (wenn auch in Form von Kritik am Platonismus).

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