Aufbau und Funktionen der menschlichen Haut
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Vaskularisierung der Haut
Die Haut wird durch das Blut versorgt, welches Sauerstoff und Nährstoffe transportiert. Die Blutgefäße befinden sich in der Dermis und der Unterhaut. Der subpapilläre (oberflächliche) Plexus liegt in der tiefen Dermis, während sich der Plexus des Unterhautfettgewebes in der Unterhaut befindet.
Innervation der Haut
Die Haut ist eines der am reichsten innervierten Sinnesorgane des Körpers. Es gibt zwei Arten von Nervenendigungen:
- Rezeptoren: Wahrnehmung externer Reize aus der Umwelt und Übermittlung an das Gehirn (Tastsinn, Kälte, Hitze und Schmerz).
- Effektoren: Innervieren die Gefäße, Schweißdrüsen und die Musculi arrectores pilorum.
Hautanhangsgebilde
- Haare und Nägel
- Talgdrüsen (glandulae sebaceae)
- Schweißdrüsen (ekkrin/apokrin)
Schutzfunktionen der Haut
Schutz vor Wasserverlust
Die Hornschicht verhindert aufgrund ihrer chemischen Zusammensetzung aus Keratin und Fetten den massiven Wasserverlust und schützt so vor Dehydrierung.
Schutz gegen das Eindringen von Stoffen
Die Haut fungiert als Barriere gegen das Eindringen von Fremdstoffen. Diese Barriere ist jedoch nicht absolut, weshalb geringe Mengen von Kosmetika oder Medikamenten durch die Haut aufgenommen werden können.
Schutz vor Trauma
Die Haut verleiht dem Körper Elastizität, Flexibilität und Widerstandsfähigkeit. Sie ist in der Lage, Reibung und Spannung zu absorbieren, ohne zu reißen.
Schutz vor Sonnenstrahlung
Die Bildung von Melanin in den Melanozyten wird durch UV-Strahlung stimuliert. Das Pigment wird in den basalen Keratinozyten abgelagert und bildet einen Schutzschild, der das Eindringen der Strahlung in die Dermis verhindert. Zudem führt Sonnenlicht zu einer Verdickung der Hornschicht durch verstärkte Zellteilung der Keratinozyten.
Schutz vor Krankheitserregern
Die Hautoberfläche besitzt einen pH-Wert von 5,5 (Säureschutzmantel), der die Entwicklung pathogener Mikroorganismen hemmt.
Regulatorische Funktionen
Rolle bei der Thermoregulation
Die Haut hilft bei der Aufrechterhaltung einer konstanten Körpertemperatur:
- Bei Kälte: Die Blutgefäße verengen sich, die Durchblutung nimmt ab und die Schweißproduktion wird reduziert.
- Bei Wärme: Die Blutgefäße weiten sich, die Durchblutung nimmt zu und die ekkrine Schweißproduktion wird gesteigert.
Sekretorische Funktion
Die Haut produziert vier wesentliche Substanzen, die für verschiedene Schutzmechanismen verantwortlich sind: Keratin, Melanin, Schweiß und Talg.