Aufbau und Funktionen der tierischen Zelle
Aufbau und Funktionen einer tierischen Zelle
Zellen sind die kleinsten lebenden Bausteine aller Lebewesen. Tierische Zellen besitzen einen gemeinsamen Grundbauplan. Jeder Zellbestandteil (Organell) übernimmt eine bestimmte Aufgabe, damit die Zelle lebensfähig ist.
Wichtige Zellbestandteile und ihre Aufgaben
- Zellmembran: Umgibt die Zelle, grenzt sie nach außen ab und steuert, welche Stoffe in die Zelle hinein- oder hinausgelangen.
- Zellplasma: Zähflüssige Grundsubstanz der Zelle. Hier laufen viele Stoffwechselprozesse ab.
- Zellkern: Enthält die Erbinformationen (DNA) und steuert die Vorgänge in der Zelle.
- Nucleolus: Bestandteil des Zellkerns; hier werden Ribosomen gebildet.
- Mitochondrien: Ort der Zellatmung. Sie liefern Energie und werden deshalb als Kraftwerke der Zelle bezeichnet.
- Endoplasmatisches Reticulum: Ist ein Membransystem in der Zelle. Das raue ER stellt Proteine her, das glatte ER bildet Fette und hilft beim Stofftransport.
- Ribosomen: Sehr kleine Zellbestandteile, an denen Eiweiße hergestellt werden.
- Golgi-Apparat: Verarbeitet, verpackt und transportiert Stoffe innerhalb der Zelle oder nach außen.
Unterschiede zur pflanzlichen Zelle
Der tierischen Zelle fehlt eine Zellwand und es sind keine Chloroplasten vorhanden.
Chromosomen und Erbinformationen
Die Erbinformation befindet sich im Zellkern und besteht aus DNA. In der DNA sind alle Informationen gespeichert, die den Aufbau, die Entwicklung und die Funktionen eines Menschen bestimmen. Diese DNA ist zu Chromosomen aufgewickelt. Chromosomen tragen die Gene und sorgen dafür, dass die Erbinformation bei der Zellteilung korrekt weitergegeben wird. Der Mensch besitzt normalerweise 46 Chromosomen, die in 23 Paaren vorliegen.
Beim Down-Syndrom ist das Chromosom 21 dreifach vorhanden (Trisomie 21), weshalb betroffene Menschen 47 Chromosomen haben.
Unterschied zwischen Mann und Frau
Frauen besitzen zwei X-Chromosomen. Männer besitzen ein X- und ein Y-Chromosom. Bei der Befruchtung trägt die Eizelle immer ein X-Chromosom. Spermien tragen entweder ein X- oder ein Y-Chromosom.
Mutationen
Eine Mutation ist eine dauerhafte Veränderung der DNA. Sie kann spontan auftreten oder durch äußere Einflüsse ausgelöst werden. Mutationen sind wichtig für die Evolution.
Entstehung von Mutationen
Ohne äußere Einflüsse, also durch Fehler bei der Zellteilung oder beim Kopieren der DNA. Mutationen können positive oder negative Folgen haben. Eine positive Mutation kann einem Lebewesen einen Überlebensvorteil verschaffen, z. B. eine bessere Tarnfarbe. Negative Mutationen können Krankheiten verursachen.
Beispiele für Erbkrankheiten
- Hämophilie (Bluterkrankheit)
- Mukoviszidose
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