Aufbau und Struktur des menschlichen Skeletts

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Klassifizierung von Knochen

  • Röhrenknochen: Sie zeichnen sich durch ihre Länge aus und bestehen aus:
    • Diaphysen: Der mittlere Knochenabschnitt enthält einen Hohlraum, die Markhöhle. Die hohle, zylindrische Form und der kompakte Knochen in dieser Region bieten starke Unterstützung ohne übermäßiges Gewicht.
    • Epiphyse: Bezeichnet die Enden der langen Knochen. Ihre bauchige Form bietet Raum für Gelenke und Muskelansätze.
    • Gelenkknorpel: Eine feine Knorpelschicht, die Stöße abfedert und für Elastizität sorgt.
    • Periost: Eine dichte, weiße Fasermembran, die den Knochen (außer an Gelenkflächen) überzieht.
    • Markhöhle: Der röhrenförmige Hohlraum in den Röhrenknochen.
    • Endost: Eine dünne Epithelmembran, die die Markhöhle auskleidet.
  • Kurze Knochen: In drei Dimensionen nahezu identisch, was ihnen viel Kraft verleiht, jedoch die Mobilität einschränkt.
  • Platte Knochen: Die Dicke ist deutlich geringer als die anderen Dimensionen. Sie dienen meist dem Schutz empfindlicher Organe.
  • Unregelmäßige Knochen: Knochen mit charakteristisch individueller Form, wie z. B. Wirbel oder Gehörknöchelchen.

Zusammensetzung und Gewebe

Nach ihrer Zusammensetzung unterscheidet man:

  1. Kompakter Knochen: Enthält zahlreiche zylindrische Einheiten, sogenannte Osteone oder Havers-Systeme.
  2. Spongiosa: Enthält keine Osteone, sondern unregelmäßige Platten oder Septen, die Trabekel genannt werden.

Knochenzelltypen

  • Osteoblasten: Knochenbildende Zellen.
  • Osteoklasten: Zellen, die Knochensubstanz abbauen (resorbieren).
  • Osteozyten: Reife Knochenzellen.

Knochenmark und Gewebe

Das Knochenmark ist ein spezielles Bindegewebe (myeloisches Gewebe), das der Blutzellproduktion dient. Knochengewebe besteht aus einer Matrix aus Zellen, Fasern und extrazellulärem Material, das durch Verkalkung hart und steif wird. Die Matrix enthält anorganische Salze sowie eine organische Matrix aus Kollagenfasern und Proteinen.

Schädel und Gesichtsknochen

  • Fontanellen: Weiche Stellen bei Neugeborenen, die eine Kompression des Schädels während der Geburt ermöglichen. Dazu gehören die vordere (Stirn-), hintere (Okzipital-), sphenoidale und die Warzenfortsatz-Fontanelle.
  • Unterkiefer: Hufeisenförmig und hochmobil, dient primär dem Kauen.
  • Nasenbein: Zwei kleine Knochen, die den Nasenrücken bilden.
  • Jochbein: Die Wangenknochen.

Zähne

Das Milchgebiss besteht aus 20 Zähnen (4 Schneidezähne, 2 Eckzähne, 4 Backenzähne pro Kiefer). Das bleibende Gebiss umfasst 32 Zähne (4 Schneidezähne, 2 Eckzähne, 4 Prämolaren, 6 Molaren pro Kiefer).

Wirbelsäule und Brustkorb

Wirbelsäule

  • Halswirbelsäule: 7 Wirbel, hohe Mobilität.
  • Brustwirbelsäule: 12 Wirbel, dicker und weniger beweglich.
  • Lendenwirbelsäule: 5 Wirbel, sehr stabil.
  • Bandscheiben: Elastische Polster, die Bewegung ermöglichen.

Brustkorb

Der Brustkorb wird anterior durch das Brustbein und Rippenknorpel, seitlich durch die Rippen, posterior durch die Wirbelsäule und unten durch das Zwerchfell begrenzt.

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