Die Aufklärung: Historischer Kontext und Gesellschaft

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Historischer Hintergrund

Der preußische Staat entwickelte sich nach Österreich zum mächtigsten deutschen Staat. Kants Leben war geprägt von verschiedenen Königen, allen voran Friedrich II. „der Große“, der als „König und Philosoph“ bekannt wurde. Viele Monarchen regierten nicht nur mit absoluter Macht, sondern verfolgten eine aufgeklärte Politik und versuchten, nach den Prinzipien der Vernunft zu regieren.

Friedrich II. war ein Modell des aufgeklärten Despotismus: „Alles für das Volk, aber ohne das Volk“. Weitere Vertreter dieses Despotismus waren Katharina die Große von Russland, Kaiser Joseph II. von Österreich und Karl III. von Spanien. Während Frankreich und Großbritannien ihre Dominanz in Europa ausübten, stiegen zwei neue Mächte auf: Preußen und Russland.

Die USA erklärten ihre Unabhängigkeit und verkündeten ihre eigene Verfassung. Das englische parlamentarische System, die amerikanische Verfassung und die Französische Revolution mit der Erklärung der Menschen- und Bürgerrechte bildeten den Ausgangspunkt für die moderne Organisation liberal-demokratischer Systeme, welche das „Ancien Régime“ beseitigten.

Sozio-kulturelle Rahmenbedingungen

Die soziale Struktur des Ancien Régime war durch eine geschichtete Gesellschaft (Adel, Geistlichkeit und Dritter Stand) geprägt. Die Aristokratie (Adel und hoher Klerus) besaß das Monopol auf hohe Staatsämter und die Gesellschaft war hierarchisch organisiert (keine Gleichheit vor dem Gesetz). Der Adel verlor zunehmend an Gewicht gegenüber dem aufstrebenden Bürgertum. Der Versuch des Adels, den Einfluss der Bourgeoisie im Staat zu begrenzen, führte zu wachsendem Unmut, der schließlich in der Französischen Revolution gipfelte, in der das Bürgertum triumphierte.

Wirtschaft und Kultur

  • Wirtschaft: Demografische Revolution (Verdopplung der europäischen Bevölkerung), Industrielle Revolution (Entdeckung der Dampfmaschine) und eine landwirtschaftliche Revolution in einigen Regionen.
  • Kunst: Der Barock wich dem Klassizismus (Versuch der Anwendung des cartesianischen Geistes).
  • Musik: Reifung des Barock (Vivaldi, Bach, Händel), Klassik (Mozart, Haydn) und Beethoven als Übergang zur Romantik.
  • Literatur & Malerei: Goethe (Literatur) und Goya (Malerei).

Philosophischer Rahmen: Die Aufklärung

Die Aufklärung nutzte Vernunft und Wissenschaft, um den Menschen zu „erleuchten“. Das Ziel der Philosophen war es, den menschlichen Geist aus dem Schatten der Unwissenheit zu befreien und ihn durch die Vernunft zu leiten. Das 18. Jahrhundert, das „Zeitalter der Aufklärung“, war eine große Bewegung der Ideen, die durch das absolute Vertrauen gekennzeichnet war, dass die Vernunft alle menschlichen Probleme lösen könne.

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