Aufstieg des Faschismus und Nationalsozialismus (1918-1939)

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Der Aufstieg des Faschismus und Nationalsozialismus

Entwicklungen in Italien und Deutschland (1918–1922)

1918: Abdankung von Wilhelm II. 1919: Wahlen in Italien – die faschistische Partei präsentiert sich, scheitert jedoch zunächst. In Berlin kommt es zu einem Aufstand mit dem Ziel, Arbeiterräte auszurufen und dem sowjetischen Modell nachzueifern.

1921: Adolf Hitler, einer der ersten Anhänger der von Anton Drexler gegründeten Nationalsozialistischen Deutschen Arbeiterpartei (NSDAP) in München, übernimmt die Führung der Bewegung. Er schuf die SA (Sturmabteilung), eine paramilitärische Formation, um kommunistische Versammlungen zu stören. Es herrschte eine starke antijüdische Stimmung, und Embleme wie die braunen Hemden, das Hakenkreuz und der Adler wurden eingeführt.

Mussolinis Machtergreifung in Italien

1921: Die Faschisten verstärken sich auf 35 Sitze nach einem sehr heftigen Wahlkampf. Die bürgerlichen Parteien waren geschwächt. Nachdem der juristische Weg zur Macht gescheitert war, beschlossen die Faschisten eine massive Konzentration von „Schwarzhemden“ in den großen Städten.

27.–28.10.1922: Der Marsch auf Rom. Die Faschisten besetzten öffentliche Gebäude, und Mussolini stellte der Regierung ein Ultimatum. Der Marsch erreichte sein Ziel: König Viktor Emanuel III. ernannte Mussolini zum Ministerpräsidenten und beauftragte ihn mit der Regierungsbildung. Mussolini erhielt für ein Jahr alle Vollmachten, unter der Bedingung, danach Wahlen abzuhalten. Es folgte eine aggressive Kampagne gegen Kommunisten, die den Faschisten bei den Wahlen die absolute Mehrheit einbrachte.

Hitler und der Weg der NSDAP (1923–1929)

1923: Erster Parteitag der Nationalsozialisten in München. Das Programm basierte auf der Denunziation von Juden, dem Versailler Vertrag und dem Kampf gegen Marxisten. Im November 1923 folgte der Hitler-Putsch in München. Hitler wurde festgenommen und zu fünf Jahren Gefängnis verurteilt, von denen er sechs Monate verbüßte. Während der Haft schrieb er 1924 das Buch „Mein Kampf“, in dem er seine Ideen darlegte.

1924–1929: Eine Periode relativer Stabilität, die sich jedoch mit der Weltwirtschaftskrise verschlechterte. Deutschland rutschte in eine große Depression. Die Nazi-Partei war zunächst wenig aktiv, doch Hitler änderte seine Taktik und beteiligte sich ab 1926 am parlamentarischen Spiel.

Radikalisierung und die Errichtung der Diktatur

1926: Attentat auf Mussolini. Dies markiert den Beginn einer starken politischen Radikalisierung: Alle politischen Parteien und Organisationen der Opposition wurden aufgelöst, liberale Zeitungen unterdrückt und Freiheiten bis 1929 massiv eingeschränkt.

1932: Die Krise bot der NSDAP eine Chance. Bei den Wahlen zum Reichstag erhielt die Partei 196 Sitze, während die Kommunisten 100 Sitze erreichten. Der Wahlerfolg basierte auf der Unterstützung durch Bauern, Arbeiter und die Mittelschicht. Da die Produktion im Vergleich zu 1929 um 50 % gesunken war, wuchs die Arbeitslosigkeit überproportional.

1933–1934: Im Januar 1933 wurde Hitler Reichskanzler und erhielt die Erlaubnis für Neuwahlen am 5. März. Am 27.02.1933 erfolgte der Reichstagsbrand. Nach dem Tod Hindenburgs im August 1934 übernahm Hitler alle Befugnisse und begann mit der Errichtung einer Diktatur. Politische Parteien und Gewerkschaften (außer der NSDAP) wurden aufgelöst. Freiheiten wurden beschnitten; Entlassungen aus politischen oder rassischen Gründen begannen. In der „Nacht der langen Messer“ wurde die Macht gefestigt, und die SS ersetzte zunehmend die alte Polizei.

Der Weg in den Zweiten Weltkrieg

1935: Die Nürnberger Gesetze entziehen Juden die deutsche Staatsbürgerschaft. 1936: Der Vierjahresplan tritt in Kraft, mit dem Ziel der Autarkie und Selbstversorgung. Die Schwerindustrie und die Rüstungsproduktion wurden massiv gefördert.

1938: Reichskristallnacht – Angriffe auf jüdische Synagogen und Geschäfte. Die Besetzung Österreichs begann. Bis 1939 entwickelte sich Deutschland zur zweitgrößten Industriemacht der Welt, getrieben durch enorme Fortschritte bei Energie- und Rohstoffkosten. Mit der deutschen Besetzung Polens und der Tschechoslowakei markiert dies den Beginn des Zweiten Weltkrieges.

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