Die Aufteilung Afrikas 1914: Imperialismus und Kolonialismus

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Die Aufteilung Afrikas im Jahr 1914

Die Karte von Afrika im Jahr 1914 verdeutlicht die koloniale Aufteilung des Kontinents. Zu diesem Zeitpunkt war Afrika – mit Ausnahme von Äthiopien und Liberia – fast vollständig unter verschiedenen europäischen Mächten aufgeteilt.

Der Imperialismus und seine Ursachen

Der Imperialismus, ein historisches Phänomen, das ab 1870 an Bedeutung gewann, wurde durch politische und wirtschaftliche Interessen der europäischen Staaten vorangetrieben. Um Konflikte zwischen den Mächten bei der Aufteilung der Territorien zu vermeiden, wurde Ende 1884 die Berliner Konferenz einberufen.

Die Berliner Konferenz (1884/1885)

Die Konferenz legte Regeln für die koloniale Expansion fest:

  • Besitzansprüche an Küstengebieten berechtigten zur Besetzung des Hinterlandes.
  • Die Flüsse Niger und Kongo wurden für die freie Schifffahrt geöffnet.
  • Der Kongo-Freistaat wurde unter belgischer Herrschaft anerkannt.

Folgen und Konflikte

Obwohl die Konferenz Spannungen mindern sollte, blieben Konflikte bestehen. Ein bekanntes Beispiel ist die Faschoda-Krise (1898), bei der britische und französische Interessen am Nil aufeinandertrafen.

Die koloniale Expansion der europäischen Mächte

Um den „Scramble for Africa“ zu verstehen, muss man die Gebiete der einzelnen Mächte betrachten:

  • Frankreich: Besetzte Algerien (ab 1830/1847), Tunesien, Marokko, Madagaskar und Teile des Golfs von Guinea.
  • Vereinigtes Königreich: Kontrollierte Gebiete von Ägypten und dem Sudan bis nach Südafrika sowie Enklaven am Golf von Guinea.
  • Portugal: Besaß Gebiete wie Angola und Mosambik.
  • Deutschland: Verwaltete Kamerun, Deutsch-Ostafrika und Südwestafrika.
  • Spanien: Hielt Territorien in Nordmarokko, Rio de Oro und Guinea.
  • Italien: Kontrollierte Libyen, Eritrea und Somalia.

Auswirkungen auf die afrikanische Bevölkerung

Die koloniale Teilung hatte verheerende Folgen für die afrikanischen Völker. Indigene Gesellschaften erlebten tiefgreifende Veränderungen; ihre Traditionen und Lebensweisen wurden durch den Einfluss der westlichen Kultur massiv gestört. Zudem waren die kolonisierten Völker einer intensiven wirtschaftlichen Ausbeutung zum Nutzen der europäischen Mutterländer ausgesetzt.

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