Aura von Carlos Fuentes: Zusammenfassung und Analyse

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Charaktere

Aura

Die Nichte der Witwe von Llorente. Sie zeichnet sich durch ihre verführerische Jugend und atemberaubende grüne Augen aus. Sie ist lautlos und ihrer Tante gegenüber absolut dienstbar.

Felipe Montero

Die Hauptfigur. Ein junger Geschichtslehrer, der auf der Suche nach einer besseren beruflichen Perspektive in das Haus von Consuelo zieht. Er ist intelligent, aber einsam.

Consuelo Llorente

Die Hauptfigur. Eine ältere Frau, die zwischen geistiger Klarheit und dem Verlust der Realität schwankt. Sie ist besessen von ihrem verstorbenen Ehemann und dem Tod.

Handlung

Das Buch erzählt die Geschichte eines jungen Historikers, der durch ein lukratives Stellenangebot in ein altes Haus in der Altstadt gelockt wird. Felipe Montero soll die Memoiren eines französischen Obersten umschreiben, der in Mexiko gekämpft hat. In diesem dunklen, geheimnisvollen Haus lebt Consuelo mit ihrer Nichte Aura. Felipe ist von Auras Schönheit fasziniert und beschließt zu bleiben. Zwischen Realität und Fantasie entspinnt sich eine Romanze, während Felipe zunehmend den Bezug zur Wirklichkeit verliert.

Kapitelübersicht

Erstes Kapitel

Felipe entdeckt eine Zeitungsanzeige für einen Historiker mit einem außergewöhnlich hohen Gehalt. Er sucht die Adresse 815 in der Donceles-Straße auf. Das Haus ist dunkel und muffig. Eine weibliche Stimme weist ihn an, die Schritte zu zählen. Er trifft die alte Consuelo, die ihn bittet, die Memoiren ihres verstorbenen Mannes zu schreiben, unter der Bedingung, dass er im Haus wohnt. Dort begegnet er Aura, deren grüne Augen ihn sofort in ihren Bann ziehen.

Zweites Kapitel

Felipe bezieht sein Zimmer und ist überrascht von der antiken Einrichtung. Beim Abendessen ist nur Aura anwesend; Consuelo sei krank. Felipe findet die alte Frau später kniend vor einem Heiligenbild. Sie drängt ihn, die Arbeit an den Manuskripten schnellstmöglich aufzunehmen.

Drittes Kapitel

Felipe liest die Manuskripte und ist von der Sprache beeindruckt. Er erlebt seltsame Visionen, wie brennende Katzen, die er zunächst für Einbildungen hält. Er erkennt, dass Consuelo ihn engagiert hat, um Aura aus ihrer Abhängigkeit zu befreien. Felipe verliebt sich tiefer in Aura und schwört, sie aus dem Haus zu retten.

Viertes Kapitel

Felipe beobachtet Aura bei der Arbeit und bemerkt, dass Consuelo dieselben Bewegungen wie ihre Nichte ausführt. In einer nächtlichen Begegnung mit Aura bemerkt er eine seltsame Härte in ihren Zügen. Am nächsten Morgen findet er die beiden Frauen in einer Weise vor, die ihn an ihrer Identität zweifeln lässt.

Fünftes Kapitel

Felipe entdeckt alte Fotos aus dem Jahr 1884, auf denen er selbst und Aura zu sehen sind. Er begreift, dass die Geschichte eine Wiederholung vergangener Leben ist. Als er sich Aura nähert, offenbart sich ihm im Lichtschein die grausame Wahrheit: Unter der Maske der jungen Aura verbirgt sich die verfallene Gestalt der alten Consuelo. Die beiden Frauen sind eins.

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