Die Auswirkungen der spanischen Eroberung Amerikas
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Impact der Entdeckung
Seit Beginn der Entdeckung bestanden Chancen, dass diese Gebiete kommerziell ausgebeutet werden mussten. Die amerikanische Eroberung ermöglichte einen Austausch von landwirtschaftlichen Erzeugnissen, die bisher auf beiden Seiten des Atlantiks unbekannt waren. Mais, Kartoffeln, Kakao, Tabak und Erdnüsse waren die wichtigsten Beiträge aus Amerika, obwohl Gold und Silber die größten Vermögenswerte darstellten, die aus Lateinamerika stammten.
Das neue Gebiet war eine wichtige Einnahmequelle für Kastilien und vor allem für die Krone, die den gewerblichen Verkehr kontrollierte und ein Fünftel aller importierten Produkte für sich beanspruchte. Doch die hohe Verschuldung der spanischen Krone zur Finanzierung der Expansion und des Unterhalts des Imperiums führte dazu, dass ein Großteil dieses Schatzes so schnell ausgegeben wurde, wie er erworben wurde.
Wirtschaftliche Folgen
- Preisanstieg: In der ersten Hälfte des 16. Jahrhunderts gab es einen signifikanten Anstieg der Produktion auf der Halbinsel, da Siedler allerlei Produkte nachfragten.
- Preisrevolution: Die Ankunft von Edelmetallen trieb die Preise in die Höhe, insbesondere in südlichen Städten und Häfen.
- Schmuggel: Obwohl der Export von Gold und Silber aus den Königreichen der Halbinsel theoretisch verboten war, wurde dieses Verbot durch Schmuggel umgangen.
- Kapitalabfluss: Die Krone nutzte das amerikanische Silber, um Kredite bei europäischen Bankiers zu tilgen, wodurch das Silber von Kastilien nach Europa abfloss.
Die rasche Zunahme der Metallmenge im Umlauf, gepaart mit einem langsameren Wachstum der Produktmenge, förderte einen anhaltenden Preisanstieg, der als Preisrevolution bekannt ist.
Die Eroberung Amerikas
Während der Herrschaft von Karl I. wurde die Exploration und Kolonisierung Amerikas intensiviert. Die Eroberung erfolgte durch Expeditionen, bei denen die Konquistadoren sogenannte Kapitulationen mit der Krone unterzeichneten, in denen Ziele und die Verteilung der Beute festgelegt wurden.
Wichtige Eroberungen
- Aztekenreich: Hernán Cortés eroberte zwischen 1519 und 1521 das Aztekenreich, indem er die Unzufriedenheit der unterworfenen Völker nutzte.
- Inka-Reich: Pizarro und Almagro erforschten und unterwarfen das Inka-Reich in Peru zwischen 1531 und 1533.
- Weitere Expeditionen: Diego de Almagro und Pedro de Valdivia erkundeten Chile, Pedro de Mendoza gründete 1535 Buenos Aires, Orellana erforschte den Amazonas und Ferdinand Soto den Mississippi.
Innerhalb von nur zehn Jahren war fast ganz Amerika, von Kalifornien bis zum Rio de la Plata, erforscht. Zunächst lag der Fokus der Konquistadoren auf der Extraktion von Gold. Mit der Ankunft von Siedlern – meist aus Andalusien, der Extremadura und dem Baskenland – begann die landwirtschaftliche Nutzung.
Soziale und wirtschaftliche Strukturen
Die Siedler erhielten Land und Gruppen von Indigenen, die theoretisch evangelisiert werden sollten, in der Praxis jedoch zu harter Arbeit gezwungen wurden. Die Minen waren Eigentum des Königs, der die Ausbeutung gegen eine Abgabe von einem Fünftel des Erzes an Privatpersonen vergab. Trotz der Berichte von Pater Bartolomé de las Casas über die Ausbeutung der indigenen Bevölkerung wurden die Schutzbestimmungen der Krone systematisch missachtet. Der Bevölkerungsrückgang führte zudem zu einem schweren Sklavenhandel aus Afrika, der zunächst unter portugiesischer und später unter niederländischer Kontrolle stand.