Azorín und Antonio Machado: Leben und Werk der Generation 98
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Azorín
Azorín ließ sich 1896 in Madrid nieder, wo er für verschiedene Zeitschriften und Zeitungen arbeitete. Sein Leben verlief ruhig, doch er war in mehrere politische Debatten involviert. Er reiste ausführlich durch Spanien, jedoch nur wenig im Ausland. Er gilt als eine der führenden Figuren der Generation von 98, zusammen mit Pío Baroja und Ramiro de Maeztu.
Themen und literarisches Werk
Seine zentralen Themen sind die Realität Spaniens, Landschaften und Menschen. Sein literarisches Werk lässt sich in zwei Gruppen unterteilen: Essays und Romane.
- Essays: Besondere Aufmerksamkeit gilt der spanischen Landschaft und der Neuinterpretation klassischer literarischer Texte.
- Romane: Diese lassen sich in vier Phasen gliedern:
- 1. Phase: Vorherrschaft biografischer Elemente und Eindrücke, wie in La voluntad oder Confesiones de un pequeño filósofo.
- 2. Phase: Die Anliegen der Charaktere stehen im Vordergrund, geprägt von Schicksalsergebenheit, Fatalismus und Besessenheit.
- 3. Phase: Gekennzeichnet durch Avantgardismus und persönliches Drama, etwa in Pueblo.
- 4. Phase: Fiktion, wie in La isla sin aurora.
Antonio Machado
Antonio Machado wurde in Sevilla geboren und zog im Alter von acht Jahren nach Madrid. 1902 reiste er nach Paris, wo er den Dichter Rubén Darío kennenlernte. 1907 erhielt er den Lehrstuhl für Französisch am Institut von Soria. 1909 heiratete er Leonor Izquierdo, die jedoch drei Jahre später verstarb. Nach dem Ausbruch des Bürgerkriegs zog er nach Baeza, ging später ins Exil und starb in Collioure.
Literarisches Schaffen
Obwohl er auch didaktische Prosa und Theaterstücke (zusammen mit seinem Bruder Manuel) verfasste, war er in erster Linie ein bedeutender Dichter. Sein repräsentativstes Werk ist Soledades, galerías y otros poemas, dessen zentrales Thema die existenzielle Angst ist.
Machado nutzte die Beschreibung von Landschaften, um seinen inneren Zustand und seine poetische Stimme zu projizieren. Aufgrund seiner ideologischen Entwicklung spiegeln sich in Campos de Castilla auch soziale und politische Themen wider. Sein Werk umfasst zudem philosophische Reflexionen und die Trauer über den Tod von Leonor.
Seine ideologische Entwicklung verlief vom Liberalismus zum Populismus. Sein poetischer Stil, beeinflusst von der Moderne und dem Symbolismus, zeichnete sich durch eine außergewöhnliche Nüchternheit und Dichte aus. Er liebte die einfachen Dinge und nutzte bevorzugt Dodekasyllaben und Alexandriner. Seine Themen waren vielfältig: Landschaften, patriotische Sorge, Existenzialismus und der Ausdruck tiefer Gefühle.