Bankkredite und Darlehen: Finanzierung für Unternehmen
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Bankkredite und Kreditlinien
Nach Erhalt einer Kreditlinie nutzen Unternehmen den Betrag, den sie in jedem Augenblick benötigen, und zahlen Zinsen nur auf den tatsächlich beanspruchten Betrag. Darüber hinaus wird oft eine Bereitstellungsprovision auf den nicht in Anspruch genommenen Betrag (den durchschnittlichen Restsaldo) erhoben, die häufig vierteljährlich abgerechnet wird.
Die Bank eröffnet für das Unternehmen eine Kreditlinie, die in der Kreditpolitik verankert ist. Über ein mit der Kreditlinie verknüpftes Girokonto kann das Unternehmen das benötigte Geld bis zum vereinbarten Höchstbetrag flexibel nutzen.
Überziehungskredite und kurzfristige Finanzierung
Ein Überziehungskredit entsteht, wenn ein Konto durch Zahlungen überzogen wird. Das Unternehmen wechselt damit von einem Guthaben bei der Bank zu Schulden gegenüber der Bank. Solche „roten Zahlen“ stellen meist eine unfreiwillige Finanzierung dar, da die Kosten aufgrund der hohen Zinsen sehr belastend sind. Unternehmen sind daher bestrebt, diese Überziehungen so schnell wie möglich auszugleichen und bei Bedarf andere Finanzierungsquellen zu finden. Es handelt sich hierbei um eine kurzfristige Außenfinanzierung.
Darlehen und langfristige Finanzierung
Bei Darlehen stellen Finanzinstitute Unternehmen eine bestimmte Geldmenge über einen festgelegten Zeitraum zur Verfügung. Im Gegenzug verpflichtet sich das Unternehmen, Zinsen als Ausgleich zu zahlen. Diese Kredite können sowohl lang- als auch kurzfristig ausgelegt sein.
Die Zinsen für das Darlehen werden auf Basis der vereinbarten Verzinsungsart berechnet. Der Betrag für die Zinszahlung wird als Zinsanteil bezeichnet, während die Rückzahlung des geliehenen Kapitals als Tilgung (oder Grundkapitalrückzahlung) definiert wird. Es existieren vielfältige Alternativen für die Zinszahlung und die Kapitalrückzahlung.
Das französische Tilgungssystem und Sicherheiten
Das französische System (Annuitätendarlehen) ist sehr verbreitet. Hierbei wird eine konstante Rate über die gesamte Laufzeit des Darlehens gezahlt, die sowohl den Zinsanteil als auch den Tilgungsanteil umfasst. Die Rückzahlung des Kapitals wird auch als finanzielle Amortisation des Darlehens bezeichnet. Wenn das Darlehen mit Sicherheiten verbunden ist, sinkt das Zinsrisiko für den Kreditgeber, weshalb die Zinsen niedriger ausfallen. Ein klassisches Beispiel hierfür sind Hypothekendarlehen.