Baustoffe und Bau-Technologie im landwirtschaftlichen Bau
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Baustoffe und ihre Eigenschaften
Baustoffe: Natürliche Materialien wie Stein, Sand, Kies, Lehm und Holz.
Materialverbindungen (Compounds)
Zu den Verbundstoffen zählen Adobe, Backstein, Mörtel, Beton und Stahlbeton.
Gesteinsmaterialien (Petrische Materialien)
- Stein (Piedra): 8 cm – 30 cm
- Kies (Grava): 4 mm – 7,5 mm
- Sand (Arena): 0,07 mm – 4 mm
- Feinstoffe (Ton und Schlick): weniger als 0,07 mm
Eigenschaften und Merkmale der Gesteine
Stein: Verfügt über eine sehr kompakte Struktur und eine hohe Härte. Er ist schwer und kann direkt als Baumaterial verwendet werden.
Kies: Kompakte Struktur, die Härte ist jedoch nicht extrem hoch (Gewicht: 1500–1700 kg/m³). Er ist durchlässig und wird als solcher nicht direkt als Baumaterial, sondern als Zuschlagstoff für Beton verwendet.
Sand: Kompakte Struktur, mäßige Härte (Gewicht: 1500–1700 kg/m³). Er ist durchlässig und findet Anwendung in Beton und Mörtel.
Lehm und Schlick: Diese weisen eine unbeständige, poröse Struktur und eine geringe Härte auf. Sie sind nicht sehr schwer, aber wasserdicht. Zusammen mit Bindemitteln werden daraus Keramik und Ziegel hergestellt.
Holz: Besitzt keine kompakte Struktur und eine geringe Härte. Es ist leicht formbar, leicht im Gewicht, quillt bei Kontakt mit Wasser auf und ist anfällig für Feuer.
Verbundstoffe (Composites)
Diese bestehen aus einer Mischung von zwei oder mehr Materialien, um ein neues Material mit besseren Qualitäten zu schaffen. Beispiele sind Lehm, Ziegel, Mörtel und Beton.
- Adobe: Besteht aus Lehm, Sand und Wasser (luftgetrocknet). Es ist kompakt, aber strukturell schwach, hat eine geringe Härte, ist relativ leicht und feuerfest, reagiert jedoch empfindlich auf Wasser. Anwendung: Wände.
- Ziegel: Besteht aus Lehm, Sand und Wasser (gebrannt). Er ist kompakt, relativ stark, je nach Typ schwer oder leicht und feuerfest. Die Herstellung erfolgt durch Kneten und Formen.
- Mörtel: Besteht aus Sand, Kalk und Zement. Er hat eine relativ starke, kompakte Struktur, ist nicht schwer, feuerfest und witterungsbeständig. Anwendung: Bindemittel für Mauerwerk.
- Beton: Besteht aus Zement, Sand und Kies. Er ist kompakt, hart, schwer, feuerfest und witterungsbeständig. Anwendung: Deckenplatten und Wände.
- Stahlbeton: Besteht aus Stahl, Sand und Kies. Er ist kompakt, sehr stark, hart und schwer. Er ist feuerfest, besitzt eine hohe Druckfestigkeit und ist witterungsbeständig. Anwendung: Bau von Säulen und Stützen.
Bau-Technologie und Projektablauf
Bau-Technologie: Definiert die Gesamtheit der Aufgaben zur Umsetzung von Bauvorhaben unter Berücksichtigung von Arbeitsplänen und Kostenpräzision.
Gemeinsame Aufgaben im Bauwesen
Vorarbeiten, Erdarbeiten, Fundamente, Mauerwerk (Wände), Erhebungen, Bodenplatten, Dächer, Installationen sowie Verfüllung und Verdichtung.
- Vorarbeiten: Aufklärung, Baustelleneinrichtung, Jäten (Räumen), Redesign und Layout.
- Ausgrabungen: Erdarbeiten zur Nivellierung des Geländes.
- Grundlagen und Fundamente: Erstellung von Fundamenten und Schalungen. Die Gründung (Stiftung) erfolgt oft in Kombination mit einer Bewehrung (Krippe).
- Mauerwerk: Errichtung von Wänden aus Ziegel, Lehm, Stein oder Beton.
- Adobe-Bauweise: Anwendung im Kreuz- oder T-Verband bei Fenstern, Türen und Wänden. Stürze können als verstärkte Kästen gebildet werden, um Ecken und Mauern zu stabilisieren.
- Böden und Aufzüge: Verwendung von Säulen (Ziegel, Beton, Holz) sowie Balken (Beton, Stein).
- Geschossdecken (Forged): Einseitige Platten, Vollplatten, Unterböden aus Beton oder Ziegel. Einseitige Balkenplatten tragen in eine Richtung, Zwei-Wege-Platten in vier Richtungen.
Bau von landwirtschaftlichen Schuppen
Ein Schuppen besteht aus Türen, Erdwällen und Stützen für das Dach (Stroh). Beim Bau muss der Schutz der Tiere vor Sonne und Regen im Vordergrund stehen. Das Dach wird oft aus Holz mit Stroh- und Erddeckung gefertigt. Ein Tor ist für den Zugang und die Gülleentsorgung essenziell. Die Größe muss angemessen sein, um Überfüllung zu vermeiden. Platzbedarf: Ein Schaf benötigt ca. 1 m², eine Kuh ca. 5–6 m².
Nutzen und Tierwohl
Warum ein Schuppen: Zum Schutz der Tiere vor Raubtieren, Wind, Sonne, Regen und Krankheiten.
Tierproduktion: Für gute Ergebnisse ist ein Management der Tiergesundheit und des Tierwohls (Hygiene, Ernährung, Klima) erforderlich.
Unterbringung: Berücksichtigung von Bauart, Größe, Belüftung, Beleuchtung, Wasserinstallation und Gesundheitseinrichtungen.
Gehäuse für Rinder
Berechnung der Fläche und des Volumens (Höhe), Belüftung, Beleuchtung, Wasser und sanitäre Einrichtungen. Einteilung in Rastplatz, Bewegungszone und Futterdiele.
Leistungsverzeichnis (Items)
| Nr. | Beschreibung | Einheit |
|---|---|---|
| 1 | Baustelleneinrichtung | Pauschal |
| 2 | Absteckung und Design | m² |
| 3 | Baggerarbeiten | m³ |
| 4 | Pfosten setzen | Stück |
| 5 | Fundament (Stein und Lehm) | m³ |
| 6 | Adobe-Wand (23x30) | m² |
| 7 | Dachabdeckung | m² |
| 8 | Tür | Stück |
| 9 | Reinigung und Schuttabfuhr | Pauschal |