Bautechniken und Architektur im alten Mesopotamien

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Mesopotamische Baustoffe und Techniken

Ziegelarten (Bricks)

  • Ungebrannte Ziegel (Adobe): An der Sonne getrocknet und auf Mauern mit einer Schicht aus Lehm oder Mörtel richtig verlegt (30 x 40 cm x 5,5–11 cm).
  • In dicker Paste: Verlegung vor der vollständigen Trocknung. In frühen Stufen wurden sogenannte „Amulette“ hinzugefügt. Die Trocknung erfolgte durch Kanalisation oder Entwässerungsrinnen in der Masse aus hölzernen Streben.
  • Gebrannte Ziegel: Verwendung in Bereichen, die größeren Schutz erfordern.
  • Gebrannte und glasierte Ziegel: Eine Schicht aus Quarzstaub oder anderem Material wurde durch Hitzeeinwirkung aufgetragen. Dies ist normalerweise die sichtbare Stirnseite.
  • Plankonvex: Rechteckig (20 x 30 cm) mit abgerundeter Oberseite, versehen mit Fingerabdrücken oder Kratzern für eine bessere Griffigkeit. Diese wurden in einem Fischgrätenmuster gesetzt.
  • Zylindrische und konische Stifte: Blockförmig mit quadratischem, rechteckigem oder rundem Querschnitt.

Weitere Materialien

Stein: Furnier in Plattenform, das wie ein Seil oder ein Keil in die Wand eindringt, um die Ziegel zu halten. Geschnitzte Verzierungen im Flachrelief (Basrelief) und Inlays.

Mörtel: Verdünnter Lehm, Sand, Kalk und Wasser; alternativ Sand, Asche, Kalk und Bitumen.

Holz: Importiert für wichtige Gebäude; landestypische Hölzer wurden für gewöhnliche Wohnungen verwendet.

Bauelemente und Konstruktion

Fundament

Verwendung von gebrannten Ziegel-Furnieren, die ein- und ausgehende Fassaden konfigurieren. Es gab Drainage-Galerien und gezielte Entwässerungen (Ziegelgewölbe, die an der Vorderwand montiert waren). Hochplateaus aus Adobe in dicker Paste wurden über Rampen oder Treppen erschlossen. Diese bauten auf künstlichen oder natürlichen Hügeln auf. Weitere Fundamentarten: Sandbett (12 cm) oder Stein.

Wand

Ziegel mit rohem Teig im inneren Körper. In sensiblen Bereichen und an Außenwänden wurden sonnengetrocknete oder gebrannte Ziegel verwendet, verbunden mit verdünntem Lehm oder in feuchten Gebieten mit Mörtel aus Kalk und Bitumen.

Isolierte Stützen oder Säulen

Säulen mit einem Kern aus Erde oder Holzverkleidung sowie gemauerte Ziegelsäulen. Assyrische Säulen besitzten einen kreisrunden Querschnitt, einen Abakus, ein knolliges Kapitell und einen glatten Schaft.

Verkleidung und Dachdeckerarbeiten

Verkleidung: Land, Gips, Kalk und Stein oder glasierte Keramik. Die Glasur wurde auf einer Seite durch das Einbetten von dreieckigen, quadratischen oder konischen Tonscherben erreicht.

Dachdecker: Verwendung von Fensterstürzen in Nebenräumen von Wohnhäusern oder Monumentalbauten.

Bögen und Gewölbe

Bögen

Erste Bögen wurden aus keilförmigen Ziegeln (Wölbsteinen) und Mörtel geformt. Später wurden normale Steine radial platziert. Verbreitet waren Halbrundbögen oder Rundbögen.

Gewölbe

  • Schilf: Beschichtet mit einer Schicht aus Lehm.
  • Kuppeln: Falsches Dach aus Adobe in vorkragender Bauweise über kreisförmigen oder elliptischen Räumen.
  • Tonnengewölbe: Abfallende Schichten aus gebrannten Ziegel-Keilsteinen. Die Konstruktion konnte mit normalen Ziegelschichten (Sardinel) verstärkt werden. Auch in radialer Bogenform ausgeführt.
  • Adinteladas: Zangenkonstruktionen (Gehäuse).

Monumentalarchitektur

Zikkurat

Ein verstärkter, pyramidenförmiger Turm, der aus verschiedenen massiven Körpern besteht. Die Strukturen wurden mit Ziegeln und Matten aus Schilfrohr (Seilen) verstärkt. Es wurden auch Lehmschichten im Wechsel mit Matten und Bitumen verwendet. Lüftungsschlitze verhinderten, dass Feuchtigkeit die Integrität des Tons gefährdete. Beispiele: Weißer Tempel, die babylonische Zikkurat, Zikkurat von Ur.

Palast

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