Bedeutende Literaten der Geschichte: Biografische Einblicke
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Jorge Manrique: Leben und Werk
Über das Leben von Jorge Manrique ist nur wenig bekannt, doch einige Daten sind überliefert. Er wurde in Paredes de Nava als Sohn des Grafen von Paredes, Don Rodrigo Manrique, und Doña Mencía de Figueroa geboren. Obwohl sein Leben kurz war, lebte er es intensiv. Als Herr von Belmontejo war er Mitglied des Ordens von Santiago.
Er nahm an mehreren Schlachten teil und war stets ein treuer Verfechter von Königin Isabella. Er kämpfte tapfer und hart. In einer dieser Schlachten bei Uclés, vor der Burg Garcimuñoz, wurde er tödlich verwundet und an derselben Stelle beigesetzt.
Er verfasste einige Lieder, die in verschiedenen Liederbüchern erschienen. Sein Ruhm als Dichter stammt jedoch vor allem aus seinen berühmten Versen über den Tod seines Vaters. Das Gedicht besteht aus 43 Strophen im „pie quebrado“ (gebrochener Versmaß). Ein Drittel ist seinem Vater gewidmet, der Rest befasst sich mit dem Tod im universellen Sinne, was das Werk weltweit anerkannt macht. Lope de Vega schrieb über dieses Gedicht, es „verdiente es, mit goldenen Buchstaben geschrieben zu werden“.
Rabindranath Tagore: Ein bengalisches Genie
Rabindranath Tagore wurde 1861 in Kalkutta geboren. Er war ein bengalischer Dichter, Künstler, Schriftsteller, Musiker und Komponist. Im Jahr 1913 erhielt er als erster asiatischer Preisträger den Nobelpreis für Literatur.
Tagore revolutionierte die bengalische Literatur mit Werken wie „Das Heim und die Welt“ und „Gitanjali“. Er war zudem ein kultureller Reformer und Universalgelehrter, der die bengalische Kunst modernisierte und sich gegen die damals starren klassischen Formen auflehnte. Zwei seiner Lieder sind heute die Nationalhymnen von Bangladesch und Indien: „Amar Shonar Bangla“ und „Jana Gana Mana“. Er verstarb im Jahr 1941.
Biographie von Don Juan Manuel (1282–1348)
Don Juan Manuel war ein spanischer Schriftsteller und einer der originellsten Erzähler der mittelalterlichen Literatur in Spanien. Er wurde in Escalona (Toledo) geboren. Als Neffe von Alfons X. dem Weisen bewunderte er diesen für sein Bestreben, „das Wissen zu verbessern und zu beleuchten“.
Er verfasste zahlreiche Werke, darunter:
- Buch der Waffen
- Buch des Ritters und des Knappen
- Buch der Stände (eine Beschreibung der organisierten Gesellschaft und der Aufgaben der einzelnen Stände zur Rettung der Seele)
Sein bekanntestes Werk ist jedoch „Der Graf Lucanor“ (1335), das einen erzählerischen Rahmen nutzt, um 51 Beispiele (Exempla) vorzustellen, von denen viele orientalischen Einfluss aufweisen. Er starb im Jahr 1348 in Peñafiel.