Bedeutende Persönlichkeiten und Humanismus im Mittelalter
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Arnau de Vilanova
Geboren in Valencia, studierte er Arabisch und Medizin an den Universitäten von Neapel und Montpellier. Als angesehener Arzt verfasste er medizinische Werke auf Latein sowie religiöse Schriften zur Verteidigung der christlichen Orthodoxie (z. B. Confessió de Barcelona).
San Vicente Ferrer
Der in Valencia geborene Dominikaner war ein bekannter Evangelist und Magister der Theologie. Er fungierte als Berater für Könige und Päpste und intervenierte bei religiösen Konflikten, wie dem Abendländischen Schisma. Als begnadeter Redner nutzte er eine ausgefeilte Inszenierung, biblische Texte und anschauliche Beispiele, wobei er eine umgangssprachliche Sprache mit syntaktischen Variationen und Latinismen kombinierte.
Anselm Turmeda
Der mallorquinische Franziskaner studierte an verschiedenen Universitäten, konvertierte zum Islam und lebte in Tunis, wo er den Namen Abdallah annahm. Er stieg zum Leiter des Zolls und zum Berater des Sultans auf. Nach seinem Tod wurde er als Heiliger verehrt. Zu seinen Werken zählen:
- Llibre de bons amonestaments
- Disputa de l'ase
- Tuhfa (eine Erklärung seiner Konversion zum Islam)
Humanismus
Der aus der Toskana stammende Humanismus veränderte das mittelalterliche Weltbild: Der Theozentrismus wich dem Anthropozentrismus. Es entstand ein neues Interesse an der klassischen griechischen Kultur und dem Rationalismus, was sich in unserem Gebiet während der Herrschaft von Pere el Cerimoniós manifestierte.
Bernat Metge
Als offizieller Notar der königlichen Kanzlei in Barcelona gilt er als Vorläufer des Humanismus. Nach dem Tod von König Johann I. wurde er verfolgt und inhaftiert, später jedoch rehabilitiert. Seine Werke zeichnen sich durch Lob auf klassische griechische Autoren, mittelalterliche Themen, moralische Reflexionen und ironische Diskurse aus. Sein wichtigstes Werk ist Lo Somni.
Antoni Canals
Der Dominikaner war ein Schüler von Vicente Ferrer und dessen Nachfolger auf dem Lehrstuhl für Theologie. Er bekleidete verschiedene Ämter innerhalb seines Ordens und nahm eine vermittelnde Position zwischen Eiximenis und Metge ein. Er übersetzte lateinische Klassiker wie Seneca und Valerius Maximus ins Katalanische.