Befruchtung und embryonale Entwicklung: Ein Leitfaden
Eingeordnet in Biologie
Geschrieben am in
mit einer Größe von 3,22 KB
Befruchtung
- Die weibliche Keimzelle (Eizelle) wird durch die Ausstülpungen des Eileiters aufgenommen. Durch Muskelkontraktionen der Eileiterwand und die Bewegung der Zilien wird die Eizelle in Richtung Gebärmutter transportiert.
- Die Spermien dringen in die Vagina ein und beginnen ihren Aufstieg.
- Die überlebenden Spermien erreichen den Gebärmutterhals. Dort produzieren Drüsen eine schleimige Flüssigkeit, die den Spermien den Durchgang ermöglicht, während Reste der Samenflüssigkeit zurückgehalten werden.
- Nachdem die Spermien den Muttermund passiert haben, wandern sie weiter durch den Körper in die Eileiter.
- Die Begegnung von Spermium und Eizelle findet im Eileiter statt.
- Mehrere Spermien umgeben die Eizelle. Um sie zu durchdringen, sondert das Spermium ein Enzym ab, das die Zellen der Corona radiata trennt, sodass das Spermium die Zona pellucida erreicht.
- Sobald das erste Spermium die Eizelle berührt, dringt es ein. Die Zona pellucida wird daraufhin für weitere Spermien undurchdringlich.
- Im Inneren der Eizelle verschmilzt der Vorkern des Spermiums mit dem der Eizelle. Daraus entsteht die befruchtete Eizelle, die sogenannte Zygote.
Embryonale Entwicklung
- Nach der Befruchtung beginnt die Eizelle ihre Reise durch den Eileiter in die Gebärmutter. Da sie keine eigene Mobilität besitzt, wird sie durch Kontraktionen des Eileiters und die Bewegung der Flimmerhärchen transportiert.
- Während der ersten Teilung entstehen zwei Zellen.
- Diese teilen sich erneut, um vier Zellen zu bilden.
- Dieser Teilungsprozess wiederholt sich mehrfach, bis eine kleine Zellkugel entsteht, die einer Brombeere ähnelt und als Morula bezeichnet wird. Die Größe der Morula entspricht in etwa der der ursprünglichen Eizelle.
- Etwa 5 Tage nach der Befruchtung erreicht der Embryo die Gebärmutter. Die Zellen im Inneren gruppieren sich zu einer kleinen Ansammlung, der embryonalen Masse, die einen flüssigkeitsgefüllten Hohlraum umgibt. Die kleineren Zellen an der Peripherie bilden eine Hülle, den Trophoblasten. In dieser Zeit wird der Embryo durch Sekrete des Eileiters und der Gebärmutter ernährt.
- Etwa 7 Tage nach der Befruchtung erreicht der Embryo die Gebärmutterschleimhaut. Der Trophoblast sondert ein Enzym ab, das einen kleinen Bereich der Schleimhaut auflöst, sodass der Embryo eindringen kann. Dieser Vorgang wird als Einnistung (Nidation) bezeichnet.
- Die Ausstülpungen des Trophoblasten dringen tiefer in die Gebärmutterschleimhaut ein. Sie werden zahlreicher und verankern sich wie kleine Wurzeln in den mütterlichen Blutgefäßen, um die Ernährung des Embryos zu sichern.
- Sobald der Embryo vollständig in die Schleimhaut eingedrungen ist, produziert der Trophoblast das Hormon humanes Choriongonadotropin (hCG). Dieses stimuliert den Gelbkörper im Eierstock zur Produktion von Progesteron. Progesteron senkt die Erregbarkeit der Uterusmuskulatur und verhindert so Kontraktionen, die den Embryo ausstoßen könnten. Gleichzeitig entwickelt sich der Embryo in einem rasanten Prozess innerhalb von zwei Monaten zum Fötus.