Befruchtung und Schwangerschaft: Der biologische Prozess
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Befruchtung und Schwangerschaft
Der Eisprung erfolgt vierzehn Tage vor der nächsten Regelblutung. Das Ei wird aus dem Graaf-Follikel freigesetzt und entlang der Eileiter in die Gebärmutter transportiert, wofür es mehr als eine Woche benötigt.
Das Ei kann nur für 24 Stunden nach dem Eisprung befruchtet werden, während es sich durch den Eileiter bewegt.
Geschlechtsverkehr und Befruchtung
Beim Geschlechtsverkehr wird der Penis in die Vagina eingeführt. Bei der Ejakulation werden Spermien in die Vagina abgegeben.
Im Gegensatz zum Ei sind Spermien sehr schnell. Sie steigen durch die Scheide auf, durchqueren den Gebärmutterhals, ziehen durch die Gebärmutter und erreichen die Eileiter innerhalb weniger Stunden. Da sie drei bis fünf Tage überleben können, ist die Wahrscheinlichkeit einer Schwangerschaft sehr hoch, wenn der Geschlechtsverkehr in den Tagen vor dem Eisprung stattfindet.
Wenn Ei und Samenzelle aufeinandertreffen, umhüllen die Spermien das Ei, aber nur eines durchdringt die schützende Hülle. Sobald der Kopf eingedrungen ist, wird der Schwanz abgestoßen.
Das genetische Material von Spermium und Eizelle verschmilzt im Prozess der Befruchtung. Die daraus resultierende Zelle wird als Zygote bezeichnet.
Beginn der Schwangerschaft
Durch die Bildung der Zygote wird eine Substanz produziert, die das Degenerieren des Gelbkörpers (Corpus luteum) verhindert. Dieser produziert weiterhin Progesteron, welches das Endometrium (Gebärmutterschleimhaut) lebendig und funktionsfähig hält.
Da sich das Endometrium nicht abbaut, bleibt die Menstruation aus, was in der Regel das erste Symptom einer Schwangerschaft ist.
Die Zygote beginnt sich sehr schnell zu teilen, bildet zwei identische Zellen und verdoppelt ihre Anzahl alle paar Stunden. Während der ersten Tage der Reise in die Gebärmutter entstehen einige hundert Zellen, die eine Hohlkugel bilden.
Implantation und Entwicklung
Etwa sieben Tage nach der Befruchtung erfolgt die Implantation (Einnistung): Der Embryo nistet sich in der Gebärmutterschleimhaut ein und beginnt, die Plazenta sowie die Membranen zu bilden, die den Fötus umhüllen.
Die Plazenta ist ein Organ in der Gebärmutter, das Mutter und Kind verbindet. Durch sie erhält der Fötus Nährstoffe und Sauerstoff von der Mutter und gibt Abfallprodukte sowie CO2 ab. Dies erfolgt über die Blutgefäße in der Nabelschnur.
Darüber hinaus fungiert die Plazenta als Filter und schützt den Fötus vor dem Eindringen von Mikroorganismen (Viren und Bakterien).
Im Uterus wird der Fötus von zwei Membranen umhüllt: Chorion und Amnion.
- Das Chorion ist die äußerste Schicht, die sich an den Uterus anheftet und gemeinsam mit diesem die Plazenta bildet.
- Das Amnion umschließt den Fötus, der in Fruchtwasser (Amnionflüssigkeit) eingebettet ist. Diese Flüssigkeit dient als Schutz vor Stößen und Druck.