Bevölkerungsdynamik und Migrationsbewegungen in Spanien
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Populationsdynamik und Migrationsbewegungen
Demografische Entwicklung
Die Geburtenrate war historisch hoch, bedingt durch mangelnde Hygiene und das Fehlen von Verhütungsmethoden. Gleichzeitig war die Sterblichkeit aufgrund von unausgewogener Ernährung und Infektionskrankheiten hoch und schwankend, was zu einem geringen natürlichen Bevölkerungswachstum führte.
Im 20. Jahrhundert verlief die Entwicklung turbulent:
- Geburtenrate: Sie sank sanft und intermittierend. Zwischen 1975 und 1998 gab es einen Rückgang aufgrund sozioökonomischer Faktoren, gefolgt von einer leichten Erholung durch Zuwanderung ab 1998.
- Sterblichkeit: Diese ging durch medizinischen Fortschritt und einen höheren Lebensstandard kontinuierlich stark zurück. Seit 1982 steigt sie jedoch aufgrund der Bevölkerungsalterung leicht an.
Regionale Ungleichgewichte und Binnenwanderung
Die ungleiche wirtschaftliche Entwicklung zwischen den spanischen Regionen führte bis 1975 zu massiven territorialen Ungleichgewichten. Millionen Menschen wanderten aus ländlichen Gebieten in die entwickelten Zentren ab, um ihre Lebensbedingungen zu verbessern.
Formen der Migration
Die Migrationsbewegungen zwischen dem späten 19. Jahrhundert und 1975 lassen sich in zwei Kategorien unterteilen:
- Saisonale und temporäre Migration: Mit der Absicht der Rückkehr.
- Landflucht: Die massive Abwanderung in die Städte, wobei der Zeitraum 1950–1975 als die bedeutendste Phase gilt.
In den 90er Jahren glättete die Einwanderung diese Unterschiede teilweise, doch bestehen weiterhin Disparitäten, insbesondere zwischen dem Landesinneren und der Küste. Die Binnenwanderung hatte weitreichende Konsequenzen:
- Demografisch: Ungleichgewichte in der Bevölkerungsverteilung.
- Wirtschaftlich: Überlastung der Städte.
- Sozial: Probleme bei der Anpassung.
- Umwelt: Belastung der urbanen Räume.