Bewehrungsstahl, Mattenbewehrung & Stahlprofile: Leitfaden
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Bewehrungsstäbe und Draht
Bewehrungsstäbe und Draht sind in den Nenndurchmessern 6, 8, 10, 12, 14, 16, 20, 25 und 32 mm erhältlich, als gewellter oder glatter Stahl sowie in den Größen 4, 5, 6, 7, 8, 9, 10 und 12 mm. Die Drähte werden benannt; wichtige Merkmale sind Ovalisierung, Wellung sowie die Identifizierung des Werkstoffs und der Herkunftsland-Kennzeichnung.
Zu prüfen sind: Streckgrenze, Schweißbarkeit und Duktilität.
Mattenbewehrung (Elektroschweißmatten)
Mattenbewehrung ermöglicht Einsparungen durch eine geringere Anzahl von Trennungen. Die Bezeichnung umfasst Längs- und Querstäbe, Stabdurchmesser (b bzw. w), Drahtdurchmesser (T), Maschenweite (c) sowie Elementtyp und Länge. Matten werden aus hochfesten Stählen gefertigt; Drahtcoils von 237 Stäben oder Sehnenscheiden werden parallel als eine Einheit verarbeitet.
Kontrolle und Zertifizierung
Kontrolle bedeutet die Prüfung des Ausgangsmaterials und der Bezeichnung in jeder Lieferung. Die Zertifikate sind mit den Angaben der Lieferung abzugleichen. Relevante Prüfwerte sind 40 t bzw. 29 t, sofern nicht anders gefordert; die Norm verweist auf § 20 und 10. Die Zertifizierung betrifft Geometrie, Zugfestigkeit und Schweißbarkeit.
Stahlsorten für Anwendungen
Anwendungen erfolgen mit Stahlsorten wie 37, 42 oder 52 nach der jeweils gültigen Norm. Unlegierte Baustähle werden nach Güte (z. B. JR, J0, J2, K2) und Behandlungszustand (normalisiert, beruhigt, unbehandelt) unterschieden. Sonderlegierungen höchster Reinheit ohne Verunreinigungen bieten besondere Eigenschaften.
Profile
Verwendet werden unter anderem IPN, IPE, HEB, UPN sowie L-, LD-, rechteckige und Hohlprofile. Angegeben werden Querschnittsform, Seitenlänge und Dicke. Für Profile der Klasse 20 t gilt eine Widerstandsprüfung; die Profile sind korrosionsbeständig.
Verbindungen: Schrauben und Nieten
Verschraubungen und Nietverbindungen werden kalibriert und müssen einen hohen Widerstand aufweisen. Für die Kopplung sind verschiedene Größen vorzusehen.
Schweißen
Schweißgeschwindigkeit und Vereinfachung der Arbeit verbessern die Wirtschaftlichkeit, insbesondere bei geringem Gewicht. Die Qualitätskontrolle umfasst Gasschutz, vollständige Stumpfnahtdurchschweißung, Kantenvorbereitung sowie die Verwendung einer Fülldrahtelektrode, die dem Grundwerkstoff entspricht. Ein Kohlenstoffgehalt unter 0,6 % verringert Spannungen und die Gefahr von Sprödbrüchen. Empfohlen werden Vorwärmung und Nachbehandlung.
Mängel und Prüfung
Typische Mängel sind Krater, Risse, Poren und Einbrandkerben. Die Prüfung umfasst visuelle und taktile Kontrolle sowie zerstörungsfreie Verfahren wie Ultraschall, Magnetpulver, Farbeindringprüfung sowie Röntgen- und Gammastrahlen-Prüfung.
NE-Aluminium (AlSiMg)
Die Legierung AlSiMg ist schweißbar und korrosionsbeständig. Die natürliche Oxidschicht (Boehmit) schützt das Material; durch Eloxieren entsteht eine poröse, isolierende Oxidschicht, deren Dicke zu kontrollieren ist. Bei Kontakt mit Kupfer besteht die Gefahr von Kontaktkorrosion.