Bildhauerei: Techniken, Materialien und Werkzeuge

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Wendeltreppe

Skulptur

Die Bildhauer lassen sich in zwei Hauptgruppen unterteilen:

  • Modellierer: Arbeiten mit Wachs oder Gips durch Hinzufügen oder Entfernen von Material.
  • Bildhauer (oder Carver): Entfernen Material aus einem Block, um die verborgene Figur freizulegen.

Skulptur in Stein: Materialeigenschaften

Das Material muss kompakt sein, eine gleichmäßige Widerstandsfähigkeit gegen Stöße aufweisen, um Abplatzungen zu verhindern, und frei von Bruchlinien sein. Ein großes Problem ist das unvorhersehbare Auftreten von kleinen Brüchen und Störungen innerhalb des Blocks, sogenannte „Haare“.

Zudem sollte das Material eine einheitliche Farbe besitzen.

Wahl des Materials

  • Verfügbarkeit: Hängt von den Möglichkeiten ab, es zu beschaffen.
  • Standort: Bei architektonischer Einbindung kann die gleiche Steinart für Einheitlichkeit oder ein Kontrastmaterial für Akzente gewählt werden.
  • Bearbeitbarkeit: Hängt von der Härte und Struktur des Steins ab.

Marmorarten

Weißer Marmor
Im westlichen Mittelmeerraum ist weißer Marmor am kostbarsten:

  • Griechenland: Paros, Naxos und Penteli.
  • Italien: Carrara.

Er ist attraktiv durch seine homogene Struktur, einheitliche Konsistenz und weiße Farbe, die das Spiel von Licht und Schatten verstärkt und Variationen in Helligkeit, Transparenz und Deckkraft ermöglicht.

Farbiger Marmor oder Jaspis
Wurde in der Architektur und Skulptur vor allem für die Darstellung von Kleidung oder zu dekorativen Zwecken verwendet.

Marmorarbeiten: Das System des „Definitor“

Alberti beschreibt in De statua ein System unter Verwendung eines Werkzeugs, das er „Definitor“ nennt. Es besteht aus einem horizontalen Ring, der am höchsten Teil des Modells befestigt ist. In der Mitte des Rings befindet sich ein rotierender, abgestufter Arm, an dem ein Lot hängt.

Um die verschiedenen Punkte zu übertragen, sind drei Schritte notwendig:

  1. Entfernung vom Zentrum des Rings zur Kreuzung des Lots.
  2. Winkel des Schwenkarms auf dem abgestuften Kreis.
  3. Entfernung des gewünschten Punktes zum Boden (gemessen entlang der Richtschnur).

Bei Punkten, die keinen direkten Zugang zum Lot haben (z. B. Löcher), wird eine horizontale Linie parallel zum Schwenkarm auf der Höhe des zu erreichenden Punktes verwendet.

Punktübertragung

Dieses System wurde von Vasari in seinen Vite (Einleitung, IX) beschrieben und bis in das 19. Jahrhundert angewandt. Das Relief wird durch die Messung der Tiefe verschiedener Punkte von einer frontalen Ebene aus durchgeführt.

Fertigstellung

Mit einer Vorrichtung, bestehend aus einem horizontalen Arm auf dem Boden und einem vertikalen Arm, werden die horizontalen und vertikalen Koordinaten des gewünschten Punktes gemessen. Die Messungen ergeben sich aus der Grundlinie, der Länge des vertikalen Arms und der Tiefe auf der Ebene des Winkels.

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