Bildungseinrichtungen und Menschenrechte: Eine Analyse

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Bildungseinrichtungen und Sozialpolitik

Konzepte der Menschenrechte

Es gibt drei Möglichkeiten, die Rechte und das Konzept der menschlichen Würde zu definieren:

  • Positivismus: Texte des guten Willens, die jedoch nicht als spezifische Rechte anerkannt sind. Sie sind nicht in einer bestimmten rechtlichen Regelung verankert oder durch die Staatsmacht gestützt.
  • Naturrecht (Iusnaturalismus): Rechte existieren vor einer positiven Entwicklung, da sie spezifische menschliche Bedürfnisse und Wünsche widerspiegeln. Sie bilden eine höhere Ordnung der moralischen Verpflichtung, die objektiv und universell ist.
  • Relativer, dynamischer Ansatz: Ein Ansatz, der den kreativen Impuls der Person betont und kritisch hinterfragt, was wesentlich ist, um Nationen zur Aufnahme in ihr eigenes Rechtssystem zu bewegen.

Die Rolle der Pädagogik

Pädagogen dürfen sich nicht mit rein schriftlich fixierten Rechten zufriedengeben. Ihre Aufgabe ist es, gerechtere Gesellschaften, familienfreundliche Umgebungen und eine bessere berufliche Bildung zu fördern. Grundrechte sind nicht nur Werte, sondern verfassungsrechtliche Grundlagen.

Geschichtlicher Hintergrund

  • 17. Jahrhundert: Virginia Declaration of Rights (1776) und die Erklärung der Menschen- und Bürgerrechte (Französische Revolution).
  • 19. und 20. Jahrhundert: Allgemeine Erklärung der Menschenrechte.

Strukturierung der Menschenrechte

Die Erklärung besteht aus einer Präambel, sieben Absätzen, einer Genehmigung und 30 Artikeln. Sie wurde durch zwei Verträge ergänzt, die Rechtsstatus erlangten:

  • Internationaler Pakt über bürgerliche und politische Rechte.
  • Internationaler Pakt über wirtschaftliche, soziale und kulturelle Rechte.

Generationen der Menschenrechte

  • 1. Generation: Bürgerrechte, politische Rechte und Verfahrensgarantien.
  • 2. Generation: Rechte der Gleichheit, wirtschaftliche, soziale und kulturelle Rechte.
  • 3. Generation: Rechte der Solidarität für heutige und künftige Generationen.

Bildung als Menschenrecht

Bildung ist ein in der Allgemeinen Erklärung von 1948 verankertes Menschenrecht und dient als Basis für die Vermittlung aller weiteren Rechte. Die Ziele der Menschenrechtsbildung sind:

  • a) Stärkung der Freiheiten und Achtung der Menschenrechte.
  • b) Volle Entwicklung der menschlichen Persönlichkeit und Würde.
  • c) Förderung von Verständnis, Toleranz und Gleichheit zwischen den Geschlechtern.
  • d) Erleichterung der tatsächlichen Beteiligung aller Menschen an einer freien Gesellschaft.
  • e) Intensivierung der Aktivitäten der Vereinten Nationen zur Friedenssicherung.

Charta der Kinderrechte (UN 1959)

Diese Charta definiert Rechte für Kinder, für deren Umsetzung Erwachsene verantwortlich sind. Sie umfasst Aspekte wie Gleichheit, Liebe, Schutz, Hilfe, Identität, Integration, Lebensqualität, Bildung sowie den Schutz vor Ausbeutung und Missbrauch.

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