Bildungsgeschichte: Von der Verfassung 1833 bis zu indigenen Kulturen
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Verfassung von 1833
- Bildung wird als primäre Funktion des Staates definiert.
- Der Kongress erhält die Aufgabe, einen nationalen Bildungsplan zu erstellen.
- Einrichtung eines öffentlichen Schulrats zur Überprüfung des Bildungssystems.
Aufgrund von Ressourcenknappheit und internen Konflikten (Krieg gegen die Konföderation) konnte diese Vorschrift erst nach Kriegsende umgesetzt werden.
„Lassen Sie die Aufgabe der Erziehung in den Händen des Staates, aber das bedeutet nicht die Freiheit der Lehre. Der Staat Chile ist katholisch, apostolisch und römisch.“
Die wissenschaftliche Bildung wurde zugunsten der kirchlichen Werte zurückgestellt. Die Presse begann zudem, eine Rolle bei der Entwicklung des öffentlichen Unterrichts zu spielen.
1810 – 1842: Formative Phase
- Entwicklung eines kreolischen Bewusstseins bei den Befürwortern der Unabhängigkeit.
- Erste Anstrengungen zur Stärkung der Primar- und Sekundarstufe.
- Fokus auf primäre Ressourcen.
Bildungsentwicklung ab 1850
Ab 1850 wandelte sich das Verständnis von Bildung:
- Volksbildung: Bildung wird als Garant für moralische und staatliche Entwicklung gesehen.
- Alltagsintervention: Bildung dient nicht nur der Wissensvermittlung, sondern greift in den Alltag ein.
- Soziale Ziele: Grundschulen sollten Gewohnheiten prägen und die häusliche Wirtschaft verbessern.
- Technische Ausbildung: Liberale forderten eine stärkere technische Ausrichtung zur Armutsbekämpfung.
Reformen des Hochschulzugangs
- Einführung komplementärer Zugangsmechanismen für einkommensschwache Gruppen.
- Akkreditierung mit Fokus auf Transparenz, akademische Freiheit und Pluralismus.
- Gewährleistung des barrierefreien Zugangs für Menschen mit Behinderungen.
- Erhöhung der Staatsausgaben und Demokratisierung der Hochschulen (triestamentale Teilnahme).
Bildung in präkolumbianischen Kulturen
Aztekenreich
Die Bildung war obligatorisch, androzentrisch und demokratisch (keine Unterschiede zwischen Sklaven und Freien).
- Tepochcalli: Grundschule für das gemeine Volk zur Vermittlung sozialen und nationalen Bewusstseins.
- Calmecac: Hochschule für den Adel zur Ausbildung militärischer und religiöser Führer.
- EKUWUN: Respekt vor der Natur als systemischer Ansatz.
Inka-Reich
Ein zentralisiertes, kollektivistisches Reich mit einer pyramidalen Gesellschaftsstruktur. Die Sprache Quechua und eine strikte soziale Planung prägten das Leben.
Mapuche-Kultur
Die Bildung basierte auf einem tiefen Verständnis der Naturgesetze.
- Kimche (Weiser): Wissen wird durch Erfahrung, Beobachtung und mündliche Überlieferung weitergegeben.
- KIMELTUWUN: Pädagogische Wissensvermittlung und Beziehung zur Natur.
- Systemischer Ansatz: Der Mensch ist Teil der Natur; Handlungen haben globale Auswirkungen auf die Gemeinschaft.