Binnenmigration und demografischer Wandel in Spanien
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Binnenmigration: Neue Tendenzen
In den letzten Jahren variierte die interne Migration in ihrer Intensität und geografischen Ausprägung. Dies sind die markantesten Entwicklungen:
- Die schrittweise Erweiterung der Provinzen mit positivem Wanderungssaldo und der Verlust der Polarisierung in Orten, die zuvor Migration verzeichneten.
- Die Umstellung der traditionellen Einwanderungs- in Auswanderungsgebiete, bedingt durch die Rückkehr ehemaliger Emigranten, sogenannte emigrantes retornados.
- Die Landflucht in urbane Zentren wurde durch Bevölkerungsbewegungen zwischen verschiedenen Städten ersetzt.
- Die Art der Auswanderer variiert; die aktuelle Mehrheit gehört zum Dienstleistungssektor.
Folgen der Binnenmigration
Die Auswirkungen der Binnenwanderung sind wirtschaftlich, demografisch und sozial spürbar.
a) Auswirkungen auf Zielgebiete
Gebiete, die als Zentren der Anziehung fungieren, verzeichnen eine positive Veränderung des realen Bevölkerungswachstums und der natürlichen Dynamik. Zuwanderer tragen durch ihre direkte Beteiligung am Arbeitsmarkt und ihre Auswirkungen auf die Fruchtbarkeit zu einer Verjüngung der Altersstruktur bei. In gesellschaftlicher Hinsicht bereichert die kulturelle Vielfalt das Angebot an Arbeitskräften und konzentriert Humanressourcen. Allerdings sind diese Gebiete gezwungen, in neue Infrastruktur und Wohnraum zu investieren.
b) Auswirkungen auf Herkunftsgebiete
Die Herkunftsgebiete leiden unter negativen Auswirkungen: demografisch gibt es einen Bevölkerungsrückgang, eine Überalterung der Struktur und einen Rückgang der Fruchtbarkeit. Wirtschaftlich führt dies zu einer Verarmung der menschlichen Ressourcen und einer reduzierten Wirtschaftstätigkeit. Insgesamt hat die Binnenmigration zu schwerwiegenden Ungleichgewichten in der Bevölkerungsverteilung geführt, was in einigen Regionen zur Entvölkerung (Wüstenbildung) beiträgt.
Faktoren für den Rückgang der Sterblichkeit
Die Faktoren, die den Rückgang der Sterblichkeit erklären, sind:
- Fortschritte in der Medizin.
- Verbesserung der sozialen Ressourcen, vor allem bei der Ernährung.
- Verbesserung der allgemeinen Gesundheitsversorgung.
Räumliche Verteilung der Sterblichkeit in Spanien
Derzeit weisen Regionen wie Asturien, Aragonien, die Balearen und Galicien eine höhere Sterblichkeit auf. Im Gegensatz dazu sind die Raten auf den Kanarischen Inseln, in Madrid, Murcia, Andalusien und Katalonien am niedrigsten. Betrachtet man jedoch die durchschnittliche Lebenserwartung, zeigen die nördlichen Regionen positivere Indizes als der Süden.
Unterschiede zwischen ländlichen und städtischen Gebieten
Die Kluft zwischen ländlichen und städtischen Gebieten besteht weiterhin, insbesondere durch Ungleichheiten beim Zugang zu Gesundheitsversorgung, Bildung und Wohlfahrt.
Zusammensetzung der Zuwanderer aus dem Ausland
Die Gruppe der ausländischen Einwohner in Spanien umfasst verschiedene Kategorien:
- Eingebürgerte Ausländer: Die Zahl der Anträge auf spanische Staatsbürgerschaft ist in den letzten Jahren gestiegen, insbesondere durch ehemalige spanische Einwanderer und deren Nachkommen sowie durch neue Einwanderer.
- Arbeitnehmer: Jährlich gibt es zahlreiche neue Teilnehmer am Arbeitsmarkt, die vorwiegend im Dienstleistungssektor, in der Landwirtschaft, im Baugewerbe und in der Industrie tätig sind.
- Studenten: Eine bedeutende Gruppe, die sich vorwiegend in Städten wie Madrid, Granada und Salamanca konzentriert.
- Asylbewerber und Flüchtlinge: Gemäß dem Asylgesetz von 1984 sind dies Personen, die aufgrund begründeter Furcht vor Verfolgung (Rasse, Religion, Staatsangehörigkeit) außerhalb ihres Heimatlandes Schutz suchen.
- Illegale Einwanderer: Personen ohne regulären Aufenthaltsstatus, die oft in prekären Verhältnissen in der Landwirtschaft, im Baugewerbe oder im informellen Sektor arbeiten.
Ursachen für den Rückgang von Geburten und Fruchtbarkeit
Die Gründe sind vielfältig und komplex, geprägt durch wirtschaftliche, soziologische, kulturelle und institutionelle Faktoren. Wesentliche Aspekte sind:
- Die Emanzipation der Frauen und ihre Eingliederung in den Arbeitsmarkt.
- Die steigenden Kosten für Erziehung und Elternschaft.
- Veränderte Lebensentwürfe der Generationen.
Die Geburtenrate in Spanien ist zudem historisch eng mit Ereignissen wie dem Bürgerkrieg, wirtschaftlichen Krisen und dem Wandel der Familienstrukturen verknüpft.