Biografien bedeutender Philosophen: Kant, Nietzsche und Ortega

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Immanuel Kant (1724–1804)

Immanuel Kant verbrachte sein gesamtes Leben in Königsberg (Preußen), wo er als Professor an der Universität tätig war. Sein Denken wurde maßgeblich durch den Empirismus und Rationalismus geprägt, was ihn zu einem der bedeutendsten Philosophen des 18. Jahrhunderts machte. Er setzte sich für die liberalen Ideale der Aufklärung ein und verteidigte sowohl die Amerikanische als auch die Französische Revolution. Kant war ein friedliebender Mensch, frei von jeglichem Nationalismus. Seine Konstitution war eher schwach, doch seine methodische Genauigkeit war so ausgeprägt, dass seine Nachbarn ihre Uhren nach seinen Spaziergängen stellen konnten.

Wichtigste Werke von Kant:

  • Kritik der reinen Vernunft
  • Kritik der praktischen Vernunft

Friedrich Nietzsche (1844–1900)

Friedrich Nietzsche wurde in Deutschland als Sohn eines Pastors geboren. Er erhielt eine fundierte Allgemeinbildung und zeichnete sich durch eine hohe Sensibilität aus. Früh litt er unter gesundheitlichen Problemen, insbesondere unter starken Kopfschmerzen. Während seines Studiums der Klassischen Philologie entdeckte er die Werke von Schopenhauer. Er bewunderte Richard Wagner, bis es zum Bruch zwischen beiden kam. Mit nur 24 Jahren wurde er Professor für Klassische Philologie in Basel (Schweiz). Aufgrund seiner sich verschlechternden Gesundheit lebte er später abwechselnd am Mittelmeer und in den Schweizer Alpen. Im Alter von 45 Jahren erlitt er in Turin einen Zusammenbruch und verbrachte die letzten zehn Jahre seines Lebens in einem fast vegetativen Zustand.

Er wurde von seiner Mutter und seiner Schwester betreut, wobei letztere seine Werke manipulierte und Passagen verfälschte.

Wichtigste Werke von Nietzsche:

  • Die fröhliche Wissenschaft
  • Also sprach Zarathustra
  • Jenseits von Gut und Böse
  • Zur Genealogie der Moral

José Ortega y Gasset (1883–1955)

José Ortega y Gasset wurde in Madrid in eine liberale und aufgeklärte Familie geboren. Die Familie seiner Mutter besaß die Madrider Zeitung El Imparcial, und sein Vater war deren Direktor. Er studierte Philosophie an der Universität von Madrid und besuchte zudem deutsche Universitäten. Er gewann den Lehrstuhl für Metaphysik an der Zentraluniversität und gründete die Zeitung El Sol sowie die Revista de Occidente, die er auch leitete.

Aufgrund seiner Lehren, die im Widerspruch zur Diktatur von Primo de Rivera standen, legte er seine Professur nieder, setzte seine Vorlesungen jedoch im Rex-Theater und später im Cine Infanta Beatriz fort. Während der Zweiten Republik gründete er gemeinsam mit Pérez de Ayala und Marañón die „Gruppe im Dienst der Republik“.

Zu Beginn des Spanischen Bürgerkriegs begab er sich ins Exil, lehrte in Paris, Holland und Argentinien, lebte später in Portugal und kehrte 1945 nach Spanien zurück. Dort gründete er das Instituto de Humanidades, um seine Lehrtätigkeit fortzusetzen.

Wichtigste Werke von Ortega y Gasset:

  • Was ist Philosophie?
  • Der Aufstand der Massen

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