Biografien und Lyrik: Antonio Machado und Juan Ramón Jiménez

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Antonio Machado (1875–1939)

Biographie:

  • Geboren in Sevilla in eine Familie mit geistigen Wurzeln und reformistischer Ideologie. Er verbrachte seine Jugend in Madrid und studierte an der Institución Libre de Enseñanza.
  • Verbrachte einige Zeit in Paris und begann nach seiner Rückkehr, moderne Lyrik zu schreiben.
  • Zog 1907 nach Soria, um als Französischlehrer zu arbeiten, wo er Leonor Izquierdo traf und heiratete.
  • 1912 erkrankte seine Frau und verstarb. Die Trauer des Dichters war so groß, dass er Soria verließ und in den folgenden Jahren in Baeza und Segovia lebte.
  • 1927 wurde er Mitglied der Real Academia Española (RAE) und lernte Pilar Valderrama („Guiomar“) kennen, der er eine Reihe von Liebesgedichten widmete. Er starb am 22. Februar 1939 in Collioure.

Lyrik

1. Stufe

Soledades, galerías y otros poemas wurde in zwei Phasen veröffentlicht. Diese Phase kann als modernistisch, intim und symbolistisch beschrieben werden. Die moderne Poesie Machados zeichnet sich durch Metrik, Lexikon, bildhafte Sprache und die Dominanz musikalischer Aspekte aus. Der Einfluss des französischen Symbolisten Verlaine prägt diese Zeit. Die Intimität der Bécquer-Tradition wird durch Symbole ausgedrückt, die seine Stimmung und sein Privatleben widerspiegeln.

2. Stufe

Campos de Castilla: Dies ist die „noventayochista“-Phase. Seine Dichtung entfernt sich von der Intimität hin zur Gesellschaft und der äußeren Realität. Das Thema der kastilischen Landschaft und das Problem Spaniens treten in den Vordergrund. In der zweiten Auflage (1917) fügte der Autor neue Kompositionen hinzu, darunter Gedichte zum Gedenken an seine verstorbene Frau sowie kurze Sprüche und Aphorismen.

3. Stufe

Nuevas canciones: Das Buch zeigt einen Denker und Dichter. Philosophische Gedichte wechseln sich mit leichteren und volkstümlichen Kompositionen ab. Machado übernahm den Rest seiner Dichtung in nachfolgende Ausgaben seines Gesamtwerks. Besonders hervorzuheben sind die Gedichte für Guiomar und die Kriegsgedichte.


Juan Ramón Jiménez (1881–1958)

Biographie:

  • Geboren 1881 in Moguer.
  • Frühe dichterische Berufung. 1900 ging er nach Madrid, wo er mit Rubén Darío und Villaespesa den Modernismus vertrat. Der Tod seines Vaters löste eine Krise aus, die ihn zu psychiatrischer Behandlung und einem langen Rückzug nach Moguer zwang.
  • Rückkehr nach Madrid im Jahr 1912.
  • 1916 heiratete er Zenobia Camprubí Aymar in New York.
  • Während des Bürgerkriegs ging er ins Exil nach Amerika und lehrte an verschiedenen Universitäten in Puerto Rico.
  • 1956 erhielt er den Nobelpreis, kurz nach dem Tod von Zenobia. Er überlebte sie um zwei Jahre und starb 1958 in Puerto Rico.

Poetische Entwicklung

  • Frühphase: Bücher mit verschiedenen Trends unter dem Einfluss des Modernismus. Man erkennt den Abdruck der Romantik und des Symbolismus (z. B. Arias tristes, Jardines lejanos). In dieser Zeit entstand auch sein poetisches Prosawerk Platero y yo.
  • Geistige Phase: Mit Diario de un poeta recién casado verschwindet das modernistische Lexikon. Die Lyrik wird „nackt“, Anekdoten werden entfernt, und die Konzentration verlagert sich auf das Konzeptionelle und Emotionale. Die Gedichte sind dicht und kurz, oft in freien Versen. Ein zentrales Thema ist das Meer als Symbol für das Leben und die Freude.
  • Spätphase: In seinen letzten Jahren pflegte er eine abstrakte und komplexe Poesie. Zu seinen Werken zählen La estación total und Dios deseado y deseante.

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