Biologie der Weichtiere und Gliederfüßer
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Weichtiere (Mollusken)
Weichtiere sind wirbellose Tiere von großer Bedeutung für den Menschen (Nahrung, Schmuckmaterial) und können auch negative Auswirkungen haben (z. B. Schistosomiasis).
Klassifizierung der Weichtiere
- Monoplacophora: Besitzen eine einzige Schale, leben meist in der Tiefsee.
- Polyplacophora: Schale besteht aus 8 Platten, leben im Meer.
- Scaphopoda: Konische Schale, im Sand des Meeresbodens vergraben.
- Gastropoda (Schnecken): Ohne Schale oder mit einer Schale, sehr vielfältig (Meeresschnecken, Landschnecken).
- Pelecypoda (Muscheln): Zwei Schalen (z. B. Austern).
- Cephalopoda (Kopffüßer): Hoch entwickelt, mit komplexen Organen (z. B. Tintenfische).
Sie kommen in Böden, Süßwasser und im Meer vor. Weichtiere haben einen weichen Körper, bilaterale Symmetrie, sind nicht segmentiert, triploblastisch und protostom. Ihr Körper gliedert sich in Kopf, Fuß und Eingeweidesack, der fast immer von einem Mantel umgeben ist, welcher die Schale bildet.
Anatomie und Physiologie
Einige Arten besitzen keine Schale (z. B. Tintenfische), bei anderen ist sie intern. Die Schale besteht aus drei Schichten: intern (Perlmutt), mittel (prismatisch) und extern (organisches Material).
- Ernährung: Vollständiger Verdauungstrakt (U-förmig oder gewunden). Die Radula (Raspelzunge) dient zur Nahrungsaufnahme.
- Nervensystem: Besteht aus Ganglien (Gehirn, Pedal- und Viszeralganglien) und Sinnesorganen wie Augen.
- Ausscheidung: Erfolgt über primitive Nieren.
- Atmung: Meist über Kiemen, teilweise über die Haut oder mantelartige Lungen.
- Kreislauf: Offenes System (außer bei Kopffüßern, die ein geschlossenes System besitzen).
- Fortpflanzung: Meist getrenntgeschlechtlich oder zwittrig, oft mit indirekter Entwicklung.
Gliederfüßer (Arthropoden)
Die Gliederfüßer sind die artenreichste Gruppe. Sie zeichnen sich durch gegliederte Beine, bilaterale Symmetrie, einen segmentierten Körper und ein Außenskelett aus. Sie reichen von mikroskopisch kleinen Arten bis hin zu großen Krabben.
Untergruppen der Gliederfüßer
- Insekten: Kopf, Brust, Bauch, 3 Paar Beine, 2 Antennen, Flügel, Kiefer (z. B. Bienen, Fliegen, Schaben).
- Krustentiere: Prosoma, Bauch, 5 oder mehr Paar Beine, 4 Antennen, ein Paar Unterkiefer (z. B. Krabben, Hummer).
- Spinnentiere: Prosoma, Abdomen, 4 Paar Beine, Cheliceren und Pedipalpen (z. B. Spinnen, Skorpione).
- Hundertfüßer (Chilopoda): Kopf, Rumpf, 1 Paar Beine pro Segment, 2 Antennen, 2 Kiefer.
- Doppelfüßer (Diplopoda): Kopf, Rumpf, 1 Paar Antennen, 1 Paar Kiefer, 2 Paar Beine pro Segment.