Biologische Evolution und Training der Schnelligkeit
Eingeordnet in Leibesübungen
Geschrieben am in
mit einer Größe von 3,71 KB
Die biologische Evolution und Stadien der Entwicklung
Die Entwicklung von Koordination und Kraft ist eng mit der biologischen Reifung verknüpft. Das Schnelligkeitstraining sollte bereits in jungen Jahren beginnen: Das Alter zwischen 7 und 13 Jahren gilt als die günstigste Phase für die Schulung der Bewegungsfrequenz und Schnelligkeit. In der frühen Pubertät kann es aufgrund von Koordinationsproblemen zu einem Leistungsrückgang kommen. Zwischen 15 und 17 Jahren ist die Phase erreicht, in der spezifische Ausführungstechniken gefestigt werden können. Die Verschiebegeschwindigkeit nimmt stetig zu und erreicht ihr Maximum im Alter von 18 bis 23 Jahren; zwischen 23 und 35 Jahren kann die Leistung weiter optimiert werden.
Methoden und Empfehlungen für das Schnelligkeitstraining
- Aufwärmen: Ein gründliches Aufwärmen ist essenziell, um Verletzungen zu vermeiden und das zentrale Nervensystem (ZNS) zu aktivieren.
- Intensität: Übungen müssen mit hoher Aktivierung durchgeführt werden.
- Belastungsdauer: Die Dauer einzelner Maßnahmen sollte kurz gehalten werden, um maximale Ermüdung zu vermeiden.
- Pausen: Ausreichende Pausen sind notwendig, um die vollständige Erholung des Energie- und Nervensystems zu gewährleisten.
- Effizienz: Es sollten so viele Wiederholungen wie möglich bei hoher Qualität durchgeführt werden.
- Variabilität: Nutzen Sie verschiedene Übungsvarianten, um sich an unbekannte Situationen anzupassen – vom Einfachen zum Komplexen.
- Intensität: Schnelligkeitstraining erfordert stets maximale Intensität.
Training der Verschiebegeschwindigkeit
Die Energiegewinnung bei Beschleunigungsleistungen erfolgt primär anaerob-alaktazid. Die energetischen Substrate sind hierbei ATP und Kreatinphosphat (KP):
- ATP: Ist in den Muskeln gespeichert und nach 3–5 Sekunden erschöpft.
- Kreatinphosphat: Garantiert die Resynthese von ATP für weitere 15–20 Sekunden.
- Anaerobe Kapazität: Beschreibt die gesamte Zeitdauer, in der diese Energiebereitstellung aufrechterhalten werden kann.
Training der Reaktionsfähigkeit
- Wiederholungsmethode: Systematische Reaktion auf einen immer gleichen Reiz.
- Sensorische Methode: Schulung der Fähigkeit, kleinste Zeitintervalle zu unterscheiden.
Phasen des Reaktionstrainings
- Phase 1: Realisierung der Bewegung mit maximaler Reaktionsgeschwindigkeit.
- Phase 2: Einschätzung der benötigten Zeit durch den Sportler und Vergleich mit der tatsächlichen Leistung.
- Phase 3: Der Sportler trifft Entscheidungen oder plant die Ausführungszeit vorab.
Methoden für komplexe Reaktionen
Hierbei steht die diskriminierende Reaktionszeit im Vordergrund, bei der der Sportler aus einer Reihe von Reizen den richtigen auswählen muss.
Methoden zur Verbesserung der Bewegungsgeschwindigkeit
Da die Bewegungsgeschwindigkeit ab einem gewissen Punkt stagniert, sind Transferleistungen entscheidend:
- Kraft-Schnelligkeits-Transfer: Steigerung der Kraftwerte.
- Reduzierte Lasten: Verringerung der Widerstände, um eine höhere Geschwindigkeit zu erzielen.
- Varianz: Einsatz von Lasten, die unter dem üblichen Trainingsgewicht liegen.
Die analytische Methode wird eingesetzt, um die Leistungsfähigkeit gezielt zu steigern.