Biologische Schadstoffe in Innenräumen: Quellen & Risiken

Eingeordnet in Medizin & Gesundheit

Geschrieben am in mit einer Größe von 4,08 KB

Biologische Schadstoffe und ihre Quellen

  • Bakterien: Übertragen durch Menschen, Tiere sowie Boden- und Pflanzenreste.
  • Viren: Übermittelt durch Menschen und Tiere.
  • Schimmelpilze: Wachsen auf wassergeschädigten Materialien oder nassen Oberflächen.
  • Pollen: Stammen von Pflanzen aus der Umgebung.
  • Tierschuppen: Quellen sind Haustiere.
  • Speichel: Vor allem von Katzen- und Kaninchen-Speichel.
  • Hausstaubmilben: Wachsen in feuchten, warmen Umgebungen.
  • Insekten: Ameisen, Kakerlaken, Mäuse, Ratten etc.

Der Mensch als Quelle biologischer Schadstoffe

Beim Niesen werden zwischen 4.000 und 40.000 kleine Schleim- und Speicheltropfen in die Raumluft abgegeben, welche die Ursache für bakterielle Infektionen sein können. Kleine Hautpartikel können zudem Asthma auslösen. Bekleidung und Bettwäsche sind Quellen für Bakterien und Milben. Um die meisten Bakterien abzutöten, sollte die Waschtemperatur höher als 85 °C sein.

Zusammensetzung von Hausstaub

Hausstaub enthält eine Vielzahl von Bestandteilen:

  • Organische Partikel (Teile von toten Insekten, Pflanzenreste)
  • Sand (Partikel von Farben, Textilien etc.)
  • Haare und Wimpern
  • Pollen
  • Sporen von Schimmelpilzen
  • Bakterien
  • Hausstaubmilben
  • Teilchen von Exkrementen

Staub dient als Nährboden für Mikroben, die mVOC (mikrobielle flüchtige organische Verbindungen) produzieren.

Aktivitäten und Quellen biologischer Belastung

  • Staubsaugen: Während der Reinigung von Teppichen erhöht sich die Menge an Keimen und Schimmelpilzsporen (wie Aspergillus, Alternaria, Cladosporium, Penicillium, Stachybotrys) in der Raumluft um das 14-Fache.
  • Fegen: Das Kehren des Bodens führt zu einer 10-mal höheren Keimbelastung.
  • Schimmelbeseitigung: Die mechanische Entfernung von Schimmel von Oberflächen kann die Sporenmenge um das 3.000-Fache erhöhen.
  • Kellerlüftung: Das Öffnen von Türen zu Kellern mit verschimmelten Wänden verursacht eine 1,5-fach höhere Sporenkonzentration im Wohnbereich, wobei Penicillium-Sporen dominieren.
  • Kaminholz: Das Einlegen von 6 Birkenholzscheiten in den Kamin verursacht eine 100-mal höhere Keimmenge in der Raumluft; eine Stunde später war der Wert noch 30-mal höher.
  • Lebensmittel: Das Entsorgen von verschimmeltem Brot oder das Öffnen eines Glases mit verschimmelter Marmelade setzt die 500-fache Menge an Sporen frei. Nach 30 Minuten ist der Wert noch 170-mal höher (vorwiegend Penicillium).
  • Haustiere: Die Rückkehr eines Hundes oder einer Katze vom Spaziergang führt zu einer 10-mal höheren Sporenmenge. Nach 30 Minuten sinkt der Wert auf 30 % (vorwiegend Cladosporium).
  • Kleintierhaltung: Der Wechsel der Einstreu bei Hamstern oder Kaninchen in Innenräumen erhöht die Keimmenge auf bis zu 20.000/m³.
  • Bettenmachen: Der Wechsel des Bettlakens verursacht eine 3-mal höhere Keimmenge im Schlafzimmer. Nach 60 Minuten fällt die Konzentration auf den ursprünglichen Wert zurück.

Symptome gesundheitlicher Probleme

Mögliche Symptome durch biologische Schadstoffe sind:

  • Niesen und tränende Augen
  • Husten und Kurzatmigkeit
  • Schwindel und Lethargie
  • Fieber und Verdauungsstörungen
  • Allergische Reaktionen und Asthma

Allergische Reaktionen und ihre Folgen

Allergische Reaktionen treten meist erst nach wiederholter Exposition gegenüber einem bestimmten biologischen Allergen auf:

  • Überempfindlichkeitspneumonitis
  • Allergische Rhinitis
  • Bestimmte Arten von Asthma
  • Hautreizungen (Dermatitis)

Verwandte Einträge: