Die Biosphäre: Ökosysteme, Nischen und Energieflüsse
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Was ist die Biosphäre?
Die Biosphäre ist die Gesamtheit aller lebenden Organismen und ihrer physischen Umgebung, in der sich das Leben entwickelt: Land, Luft und Wasser. Einige Autoren definieren sie als eine dünne Schicht, etwa 15 km dick, die sich an die verändernden Formen der Erdoberfläche anpasst.
Grundbegriffe der Ökologie
- Biotop: Die Gesamtheit der physikalischen Faktoren in einem Ökosystem (z. B. Luft, Wasser, Licht, Temperatur).
- Biozönose: Die Lebensgemeinschaft aller Lebewesen in einem Ökosystem (Pflanzen, Tiere, Pilze etc.).
Habitat und ökologische Nische
Habitat: Innerhalb eines Ökosystems lebt jeder Organismus an einem bestimmten Ort, seinem Lebensraum. Dies ist die natürliche Heimat, in der die Bedingungen für das Überleben der Art günstig sind.
Ökologische Nische: Die Existenz einer Art wird nicht nur durch ihren Lebensraum bestimmt, sondern auch durch ihre ökologische Nische. Sie beschreibt die spezifische Funktion und Lebensweise einer Art innerhalb ihrer Gemeinschaft. Dies beeinflusst die Anpassung und Evolution der Spezies.
Biotische Komponenten
Die biotischen Komponenten umfassen alle Organismen in einem Lebensraum. Sie stehen in einer wechselseitigen Beziehung zueinander:
1. Produzenten (Autotrophe)
Dies sind Pflanzen mit Chlorophyll, die Lichtenergie aufnehmen und Nahrung aus einfachen Verbindungen wie Wasser und Kohlendioxid produzieren. An Land sind dies Pflanzen, im Wasser vor allem Phytoplankton (z. B. Algen wie Chlorophyceae, Phaeophyceae und Rhodophyceae).
2. Konsumenten (Heterotrophe)
Organismen, die von anderen abhängig sind:
- Primärkonsumenten: Pflanzenfresser (z. B. Rehe, Kaninchen, Schafe, Kühe).
- Sekundärkonsumenten: Fleischfresser (z. B. Fische, Tiger, Löwen, Adler, Schlangen).
- Tertiärkonsumenten: Tiere, die andere Fleischfresser fressen (z. B. Haie, Wale, Menschen).
3. Destruenten (Zersetzer)
Heterotrophe Organismen wie Bakterien und Pilze, die sich von toter organischer Substanz ernähren (saprophytisch oder saprozoisch). Sie schließen den Stoffkreislauf, indem sie komplexe Stoffe in einfache Elemente wie Stickstoff zurückführen.
Abiotische Komponenten
Diese bestehen aus den unbelebten Faktoren eines Ökosystems, welche die Lebensbedingungen bestimmen: Wasser, Boden, Sonneneinstrahlung, Temperatur, Luft und Substrat.
Energieflüsse und ökologische Pyramide
Die Energieübertragung in einem Ökosystem erfolgt über trophische Ebenen. Produzenten wandeln Sonnenlicht in Energie um, während Konsumenten und Destruenten diese Energie weitergeben. Diese Beziehungen werden häufig in einer ökologischen Pyramide dargestellt, die die verschiedenen Gruppen von Lebewesen in ihrer energetischen Hierarchie veranschaulicht.