BIP, Arbeitsmarkt und Konjunkturzyklen im Überblick

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Vom BIP zum verfügbaren Einkommen:

A) Bruttoinlandsprodukt und Bruttonationaleinkommen

Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) entspricht dem Wert der Güter, die innerhalb eines Landes hergestellt werden. Das Bruttonationaleinkommen misst den Wert der Produktion durch inländische Faktoren, unabhängig davon, ob sich diese im Inland oder im Ausland befinden. Das Bruttosozialprodukt (BSP) ist das BIP, das durch Arbeit oder Kapital im Besitz von Gebietsansässigen eines Landes erwirtschaftet wird, während das Volkseinkommen die Summe der Vergütungen (Remunerationen) an inländische Produktionsfaktoren darstellt.

Persönliches Einkommen und verfügbares Einkommen

Das persönliche Einkommen ist der Teil des Volkseinkommens, den Personen erhalten. Es ergibt sich durch Subtraktion der nicht ausgeschütteten Gewinne der Unternehmen, der Steuern und der Arbeitgeberbeiträge zur Sozialversicherung. Das verfügbare persönliche Einkommen ist der Teil des persönlichen Einkommens, der tatsächlich für den privaten Konsum und das Sparen zur Verfügung steht.

Theorien der Arbeitslosigkeit und wirtschaftspolitische Ansätze

A) Ein funktionierender Arbeitsmarkt

Klassische Ökonomen erklären Arbeitslosigkeit jenseits der Fluktuationsarbeitslosigkeit durch Marktunzulänglichkeiten und Arbeitsmarktverkrustungen. Arbeitslosigkeit entsteht hier oft durch eine Politik unzureichender Lohnflexibilität.

B) Keynesianische Arbeitslosigkeit

Für keynesianische Ökonomen basiert Arbeitslosigkeit nicht auf der Lohnentwicklung, sondern auf einem unzureichenden Niveau der aggregierten Nachfrage. Dies führt zu unfreiwilliger Arbeitslosigkeit.

C) Makroökonomische Politik gegen Arbeitslosigkeit

Um die Arbeitslosigkeit zu verringern, kann man zwei Arten von Politik anwenden:

  • Nachfragepolitik: Kurzfristig führt eine Erhöhung der Ausgaben dazu, dass Produktion und Beschäftigung steigen und die Arbeitslosigkeit sinkt. Dies kann jedoch die Preise erhöhen. Langfristig können positive Effekte verschwinden, wenn Preise, Löhne und andere Kosten steigen.
  • Angebotspolitik: Verringerung der natürlichen Arbeitslosenquote oder der langfristigen Arbeitslosigkeit durch Steigerung der durchschnittlichen Arbeitsproduktivität (z. B. durch technologische Verbesserungen), Flexibilität bei Preisen und Löhnen sowie regionale Entwicklung.

Der Konjunkturzyklus

Konjunkturzyklen beschreiben die Veränderungen des BIP und der Arbeitslosigkeit um einen Trend. Man unterscheidet Phasen der Expansion (Beschäftigung steigt tendenziell) und der Rezession (Beschäftigung sinkt tendenziell).

Zyklusphasen

Die Phase des schnellsten Wachstums wird Expansion genannt. Bei niedrigem Wachstum spricht man von einer Krise. Die Wendepunkte werden als Gipfel (Boom) und Tiefpunkt bezeichnet. Ein Abschwung führt in eine Rezession mit einer Verringerung von Produktion und Beschäftigung.

Zyklische Fluktuationen

Ein Anstoß (Impuls) bei den Ausgaben führt zu einer Fluktuation, die ursprünglich einen oder mehrere Sektoren betrifft und sich anschließend auf andere Bereiche ausweitet.

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