BIP, Volkseinkommen und verfügbares Einkommen erklärt
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Das Bruttoinlandsprodukt (BIP)
Das BIP ist der Wert aller Waren und Dienstleistungen, die innerhalb eines Landes von inländischen und ausländischen Faktoren hergestellt wurden. Es dient als Indikator für das Wirtschaftswachstum eines Landes, da es das Ergebnis der gesamten wirtschaftlichen Aktivität innerhalb der Landesgrenzen widerspiegelt.
Formel: BIP = C + I + G + X - M
Der Unterschied zwischen BIP und BSP (Bruttosozialprodukt) liegt in der Berechnungsgrundlage: Das BIP berücksichtigt die Produktion innerhalb des Landes, während das BSP die Leistung inländischer Unternehmen betrachtet.
Verhältnis zwischen BIP und BSP
BIP = BSP + RED - RNF
- RED: Einnahmen, die von ausländischen Einwohnern innerhalb des Landes generiert werden.
- RNF: Einnahmen, die inländische Faktoren außerhalb des Staates erzielen.
Beispiel: Wenn ein französisches Unternehmen seine Produktion in Spanien ansiedelt, ist dies Teil des spanischen BIP, jedoch nicht Teil des französischen BSP.
Das Volkseinkommen
Wenn die inländische Produktion aus der Sicht der Einkommen der Faktoreigentümer analysiert wird, spricht man vom Volkseinkommen (RN). Es zeigt auf, wie das bei der Produktion von Gütern und Dienstleistungen verdiente Geld aufgeteilt wird:
- Löhne und Gehälter der Arbeitnehmer
- Faktoreinkommen aus der Natur (Mieten/Pachten)
- Zinsen für die Finanzierung von Maschinen und Anlagen
- Unternehmensgewinne
Formel: RN = Löhne und Gehälter + Mieten + Zinsen + Unternehmensgewinne
Das Volkseinkommen entspricht dem Nettosozialprodukt, berechnet zu Faktorkosten.
Persönliches verfügbares Einkommen
Das persönliche verfügbare Einkommen gibt an, welcher Teil des Volkseinkommens den Menschen tatsächlich für den Konsum und zum Sparen zur Verfügung steht. Es ist niedriger als das BIP, da Steuern und Sozialbeiträge abgezogen werden.
Formel: Persönliches verfügbares Einkommen = Volkseinkommen - direkte Steuern - Sozialbeiträge - Unternehmensgewinne + ausgeschüttete Netto-Transferzahlungen.