Das Bismarck-System und der Weg in den Ersten Weltkrieg

Eingeordnet in Sozialwissenschaften

Geschrieben am in mit einer Größe von 2,28 KB

Die Fülle des Bismarck-Systems

Im Jahre 1879 unterschrieb Bismarck das Bündnis zwischen Deutschland und Österreich. Im Jahr 1881 erneuerte er die Entente der Drei Kaiser und im Jahr 1882 schuf er den Dreibund zwischen Deutschland, Österreich-Ungarn und Italien.

Das zweite System beruhte auf dem Respekt für den Status quo auf dem Balkan, basierte auf dem Berliner Kongress und leitete eine lange Periode des Friedens in Europa ein, die bis zum Zeitraum um 1910 dauerte. Zur gleichen Zeit betrieben die Großmächte eine intensive Aufrüstung. Diese Zeit, die von 1879 bis zum Ausbruch des Ersten Weltkrieges im Jahre 1914 reicht, wird oft als bewaffneter Friede bezeichnet.

Das Ende des Bismarck-Systems

Seit 1885 entstanden neue Rivalitäten zwischen Russland und Österreich aufgrund territorialer Fragen. Die instabile Lage in der Balkankrise forderte das Bismarck-System heraus. Bismarck gelang es durch die Unterzeichnung von zwei neuen Verträgen, das Gleichgewicht auf dem Balkan zu garantieren und Frankreich zu isolieren:

  • Der erste Vertrag wurde zwischen Deutschland und Österreich unterzeichnet.
  • Der zweite war ein geheimer Vertrag mit Russland, der sogenannte Rückversicherungsvertrag.

Das Allianz-System, das durch den deutschen Reichskanzler entwickelt wurde, begann schließlich zu bröckeln. Zuerst gab es eine zunehmende Annäherung zwischen dem demokratischen Frankreich und dem autokratischen Russland. Zwischen 1891 und 1893 unterzeichnete Frankreich zwei Verträge mit Russland. Das Ende der französischen Isolation und die Abkehr Russlands bedeuteten das Ende der Bismarck-Ära.

Die Bildung der beiden Blöcke (1893–1914)

Die Außenpolitik des Reiches erfuhr erhebliche Veränderungen mit der Ankunft von Wilhelm II. Deutschland wollte weiterhin hegemonial in Europa agieren, was das französisch-russische Bündnis schwächte. Zur gleichen Zeit entwickelte er seine Weltpolitik, die auf eine Globalisierung der deutschen Strategie abzielte, um in Zentralafrika sowie in anderen Bereichen wie dem Pazifik oder dem Fernen Osten Einflussbereiche zu gewinnen. Die internationalen Beziehungen zwischen den europäischen Mächten verschlechterten sich ab 1890 zusehends.

Verwandte Einträge: