Brandschutz am Arbeitsplatz: Grundlagen und Brandklassen
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Brandschutz und Sicherheit am Arbeitsplatz
Brandschutz muss als die Gesamtheit der Maßnahmen und Geräte verstanden werden, die ergriffen werden, um Verletzungen oder Schäden zu vermeiden, die ein Feuer an einem Arbeitsplatz verursachen kann. Der Arbeitgeber ist verpflichtet, geeignete Maßnahmen zur Brandbekämpfung zu ergreifen. Einerseits umfasst dies Mittel zur Verhinderung von Bränden oder deren Ausbreitung. Andererseits muss ein Notfallplan festlegen, wie eine schnelle und wirksame Evakuierung des Personals erfolgt. Zu diesem Zweck sollten regelmäßig Übungen zum Brandschutz und zur Evakuierung durchgeführt werden.
5.1. Grundlegende Konzepte des Feuers
Um einen Brandausbruch zu verhindern oder zu bekämpfen, muss man grundlegende Konzepte kennen. Feuer ist die Ausbreitung von Flammen. Damit ein Feuer entsteht, ist eine Reaktion zwischen einem Oxidationsmittel, einem Brennstoff und einer Wärmequelle erforderlich. Diesen Vorgang nennt man Verbrennung. Die an der Verbrennung beteiligten Faktoren werden grafisch im sogenannten Feuer-Dreieck dargestellt. Oxidationsmittel, Brennstoff und Wärme müssen gleichzeitig vorhanden sein, damit ein Feuer entstehen kann. Die Beseitigung einer dieser Seiten des Dreiecks führt zum Erlöschen des Feuers. Neuerdings geht man davon aus, dass ein vierter Faktor am Prozess beteiligt ist: die Reaktion der Verbrennungsgase untereinander und mit dem Luftsauerstoff. Dies nennt man Kettenreaktion. Mit diesem neuen Faktor wird aus dem Dreieck ein Feuer-Tetraeder oder das Quadrat des Feuers.
- Der Brennstoff: Alle Stoffe, die in Gegenwart eines Oxidationsmittels und einer Wärmequelle brennen können. Er kann flüssig, fest oder gasförmig sein.
- Das Oxidationsmittel: Eine Mischung von Gasen, in denen Sauerstoff in ausreichendem Verhältnis vorhanden ist, um eine Verbrennung zu ermöglichen. Das normale Oxidationsmittel ist Luft, die etwa 21 Volumenprozent Sauerstoff enthält.
- Die Hitze: Es reicht nicht aus, Luft und Brennstoff zu haben; es muss eine ausreichende Wärmequelle vorhanden sein, damit das Feuer entstehen kann.
- Die Kettenreaktion: Wenn Brennstoff, Wärme und Sauerstoff gleichzeitig aufeinandertreffen, startet die Verbrennung. Dabei wird Wärme freigesetzt, die teilweise vom Brennstoff absorbiert wird und teilweise an die Umgebung abgegeben wird.
5.2. Klassifizierung von Bränden
Um das am besten geeignete Löschmittel auszuwählen, werden die verschiedenen Arten von Bränden nach der Natur der brennenden Stoffe klassifiziert:
- Klasse A: Brände fester Stoffe, meist organischer Natur, die normalerweise unter Glutbildung verbrennen (z. B. Holz, Papier, Kohle).
- Klasse B: Brände von flüssigen oder flüssig werdenden Stoffen (Öl, Benzin, Farben...).
- Klasse C: Brände von Gasen (Propan, Butan, Methan...).
- Klasse D: Brände von Metallen und chemischen Verbindungen, die spezielle Löschmittel erfordern (Alkali-Metalle, Aluminiumpulver...).
- Klasse E: Brände in elektrischen Anlagen (unter Spannung stehend).