Das BRIDGE-Programm: Armutsbekämpfung in Chile
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Das BRIDGE-Programm (Programm "Puente") ist eine Initiative des FOSIS, die im Auftrag des Ministeriums für Planung und Zusammenarbeit entwickelt wurde. Es fungiert als Einstiegstor für rund 209.500 Familien in extremer Armut in das System Chile Solidario. Dieses System wurde nach der Amtszeit von Präsident Lagos implementiert, um die Lebenssituation von 849.169 Chilenen (5,7 % der Bevölkerung laut CASEN-Daten von 2000) nachhaltig zu verbessern.
Entwicklung und Reichweite des Programms
Das Programm startete im Jahr 2002 zunächst in vier Regionen: Antofagasta, Maule, Magallanes und der Metropolregion. In dieser ersten Phase sollten 14.000 Familien unterstützt werden. Nach der Ankündigung des Präsidenten der Republik am 21. Mai 2002 wurde die Reichweite von BRIDGE bereits im ersten Jahr auf 56.000 Familien landesweit ausgeweitet.
Ziel der Intervention ist es, dass am Ende mindestens 70 % der teilnehmenden Familien:
- Praktiken der gegenseitigen Unterstützung entwickeln,
- in lokale Netzwerke integriert werden,
- Zugang zu bedarfsgerechten Sozialleistungen erhalten,
- ein Einkommen oberhalb der Armutsgrenze erzielen.
Wie funktioniert das BRIDGE-Programm?
Ein Team aus über 2.500 Familienbetreuern und technischem Personal arbeitet in den Family Intervention Units jeder Gemeinde. Das Programm basiert auf vier Hauptkomponenten:
1. Psychosoziale Unterstützung
Durch eine enge Beziehung zwischen den Betreuern und den Familien wird direkt im häuslichen Umfeld eine Vertrauensbasis geschaffen.
2. Bildung und Ausbildung
Unterstützung der Familien durch Aufklärung über den Umfang des Programms und die Vermittlung effektiver Arbeitsmethoden.
3. Finanzierung regionaler Initiativen
Öffentliche und private Mittel finanzieren Projekte, die spezifische Bedürfnisse zur Verbesserung der Lebensqualität abdecken, sofern diese nicht durch bestehende Standardangebote der Region gedeckt sind. Eine regionale Jury wählt die relevantesten Projekte aus.
4. Monitoring und Evaluation
Ein Online-System erfasst Daten aus den Sitzungen mit den Familien. Dies ermöglicht eine präzise Überwachung des Fortschritts auf kommunaler, regionaler und nationaler Ebene sowie statistische Auswertungen über die Mobilisierung von Ressourcen.